Behringer stellt mit der RD-765 eine neue Drum-Machine vor. Das Gerät im Gehäuseformat von RD-8 und RD-9 bündelt die Sounds mehrerer Roland-Klassiker der 80er und lässt sich zusätzlich selbst besampeln. Preis und Erscheinungstermin nennt der Hersteller noch nicht.
Auch bei den historischen Vorbildern der RD-765 nennt Behringer keine Namen. Die Fachpresse liest aus Optik und Klangauswahl allerdings die Roland-Modelle TR-707, TR-626 und TR-505 heraus – dazu je nach Quelle die TR-606 oder die TR-727. Bei der Anzahl der Drum-Sounds gehen die Angaben auseinander. Mehrere Medien meldeten 126 Sounds, auf der offiziellen Produktseite stehen inzwischen 176.

Neu gegenüber den Roland-Originalen ist der Sampler. Über einen Eingang auf der Rückseite der RD-765 lassen sich eigene Klänge aufnehmen, zuschneiden, rückwärts abspielen und loopen. Der integrierte Bitcrusher lässt die Bittiefe der Samples reduzieren, um gezielt digitale Verzerrungen zu erzeugen und den 12-Bit-Klangcharakter klassischer Vintage-Drum-Machines nachzubilden. Zur Erinnerung: Die TR-707, im Jahr 1985 erschienen und eine der Urmaschinen des Acid House, konnte nie fremde Samples laden.
Was Behringer in der RD-765 verbaut
Behringer bewirbt die RD-765 als "hybride" Drum-Machine. Entscheidend dafür: Das schaltbare Tief- und Hochpassfilter arbeitet analog und lässt sich einzelnen Stimmen zuweisen, die Klangquelle bleibt digital. Dazu kommt ein Wave-Designer, der Anschlag und Ausklang der Sounds formt. Der Sequencer schafft 64 Schritte, Swing von 25 bis 75 und Wahrscheinlichkeiten pro Stimme.

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Hinzu kommen Flam, Note Repeat und Polymeter mit Spurlängen zwischen 1 und 64 Schritten. Patterns lassen sich außerdem zu Songs und Setlists verketten, Filterbewegungen werden aufgezeichnet. Die 16 Step-Taster liegen wie bei Roland in einer Reihe. Hinten sitzen ein Stereoausgang, Einzelausgänge, MIDI In, Out und Thru, USB, Sync und drei Trigger-Ausgänge.
Mit LM Drum und BMX hatte Behringer sich zuletzt den sampelbasierten Drum-Machines der 80er zugewandt. Die RD-765 gehört übrigens auch zu den 14 Produkten, die im Mai bei einem Leak ungewollt online auftauchten. Und: Mit der Kick hat Behringer gerade erst eine Groovebox vorgestellt, die wie eine MPC-One mit offenem Quellcode funktionieren dürfte. Preis und Lieferdatum nennt Behringer aktuell nicht. Branchenkenner rechnen allerdings mit 350 bis 400 Euro.
