Akai hat per Instagram-Reel eine Keyboard-Version der MPC Sample angeteasert. Die Firmware soll offen sein, damit die Community das Gerät selbst umbauen kann.
Mit dem Sample Key hat Akai eine MPC Sample mit Tastatur vorgestellt – und zwar via Instagram-Teaser. Zu sehen ist eine kompakte Klaviatur samt Pitch- und Mod-Rad, ein Farbdisplay und die Regler der MPC Sample. Die 4x4-Pads, bisher das Gesicht der kleinen Groovebox, fehlen dafür komplett.
Wer genau hinsieht, erkennt: Im Display tauchen die Reiter "Play”, "Tune” und "Voice” auf, dazu eine farbige Keymap mit Zonen und eine Sample-Liste mit Split-Schaltfläche. In einem Menü stehen MIDI-Port, Sync In und Out sowie Thru. Der Sprecher im Clip verspricht passend dazu Samples auf einzelnen Tasten und Key-Splits.

Offen für Vibe Coding
Mehr Gesprächsstoff liefert die Firmware. Akai sagt im Video, man sei bei der Vibe-Coding-Community dabei – das Gerät könne alles werden, was man wolle. Als Beispiele laufen zwei Szenen: Jemand lässt sich von Claude einen 808-Beat schreiben und spielt dazu live auf Tasten und Pitch-Rad. Ein anderer baut sich mit demselben Assistenten eine Variante von Native Instruments’ Massive auf das Gerät. Wie offen das System tatsächlich ist, bleibt unklar. Zu Lizenz, Repository und den betroffenen Teilen der Software gibt es bislang keine offiziellen Angaben.
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Der Zeitpunkt der Bekanntgabe für die Akai MPC Sample Key dürfte jedenfalls kein Zufall sein. Zuletzt hatte Behringer die Groovebox Kick angekündigt, optisch ein Zwilling der MPC One. Behringers Muttergesellschaft Music Tribe hat den Quellcode dafür auf GitHub gestellt, das Gerät ist ein Prototyp ohne Preis und Termin. Manche lesen Akais Reel als Retourkutsche, bestätigt ist das nicht. Offene Firmware gibt es in der Szene schon länger, etwa bei Mutable Instruments. Dass binnen 24 Stunden gleich zwei große Marken in derselben Gerätekategorie darauf setzen, darf man trotzdem als neue Ausrichtung in der Hardware-Landschaft werten.
Wo die MPC Sample Key nachbessern könnte
Die MPC Sample ist mit 389 Euro Listenpreis aktuell das Einstiegsmodell der Reihe. In unserem Test fielen vor allem das holprige Step-Editing, der einzige Send-Effekt und das Catch-up bei den Reglern auf. Genau solche Baustellen lassen sich per Software beheben, sofern man hineinkommt. Ob die Sample Key dieselbe Engine nutzt und ob die Pad-Variante ebenfalls ein Open-Source-Update erhält, hat Akai allerdings bislang nicht bestätigt.
