Apple legt bei seiner Musikproduktionssoftware Logic Pro nach. Mit Version 12.3 für Mac und 3.3 für iPad bringt der Konzern ein Update, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber gleich mehrere Instrumente spürbar aufwerten soll.

Apple hatte Logic Pro erst im Januar generalüberholt und dabei KI-gestützte Werkzeuge eingebaut. Dazu zählte ein virtuelles Keyboard namens Synth Player, das eigenständig Akkorde und Basslinien zu einem Track beisteuert und automatisch Akkorde erkennt. Mit dem aktuellen Update wird genau diese Erkennung nun präziser. Logic erkennt jetzt auch komplexere Akkorde wie Septakkorde oder Sextakkorde zuverlässiger, selbst bei verstimmten oder verzerrten Aufnahmen.
Zudem soll Chord ID jetzt auch auf Intel-Prozessoren spürbar runder laufen. Ein Detail, das etwas überrascht, da Logic Pro seit Version 12 eigentlich nur noch offiziell auf Apple-Silicon-Rechnern läuft. Vermutlich handelt es sich um eine Optimierung für Nutzer, die noch auf älteren, nicht mehr offiziell unterstützten Konfigurationen unterwegs sind.

Tempo, Tempo!
Auch beim Timing hat sich einiges getan. Flex Time und Smart Tempo wurden überarbeitet, sodass sich kurze Audio-Loops nun einfach per Drag-and-Drop ins Projekt ziehen lassen. Logic erkennt das Tempo automatisch und passt den Loop an das Projekttempo an. Das funktioniert laut Apple jetzt auch zuverlässig bei Dateien mit fehlerhaften oder ungenauen Tempo-Angaben.
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Größere praktische Neuerungen gibt es zudem bei zwei Werkzeugen, die vor allem für elektronische Musik und Sounddesign interessant sind. Der sogenannte Beat Breaker, mit dem sich Audiospuren in einzelne Segmente zerlegen und neu anordnen lassen, bekommt zusätzliche Filter- und Panorama-Optionen. Außerdem sollen ausgebaute Zufallsfunktionen für "ungewöhnlichere Klangergebnisse" sorgen, so Apple.
Der Synthesizer Alchemy wiederum erhält einen neuen Granular-Modus. Dabei werden Klänge in winzige "Körner" zerlegt, deren Tonhöhe und Klangfarbe sich einzeln verändern lassen. Dabei handelt es sich um eine Technik, die sich besonders für flächige, atmosphärische Texturen eignet. Passend dazu liefert Apple ein neues Sound-Paket mit entsprechend bearbeitetem Loop- und Samplematerial.
Bye, bye Intel!
Für iPad-Nutzer:innen kommt außerdem eine Sprachsuche für Loops hinzu. Statt Tags oder Kategorien durchzuklicken, kann man künftig einfach beschreiben, welchen Sound man sucht. Die KI wählt dann passende Treffer aus der Loop-Bibliothek aus.
An der Preisstruktur ändert sich nichts: Logic Pro bleibt für 229,99 Euro auch einzeln käuflich. Alternativ ist es Teil von Apples Abo-Paket Creator Studio. Seit Version 12 läuft die Software allerdings nur noch auf Mac-Rechnern mit Apple-Silicon-Chips, Intel-Macs werden nicht mehr unterstützt.
Alle Fotos: Apple Inc.
