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"Für eine ethische AI": Wie zwei EDM-Stars der Musik-KI gute Manieren beibringen wollen  
Foto: Moises

"Für eine ethische AI": Wie zwei EDM-Stars der Musik-KI gute Manieren beibringen wollen  

News. 4. September 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Christoph Gleich

Zwei DJ-Stars, ein KI-Startup und das Versprechen, alles anders zu machen als Suno: Armin van Buuren und Laidback Luke beraten jetzt Moises beim Bau "verantwortungsvoller" Musiktools.

Große Namen der elektronischen Musik positionieren sich immer häufiger gegen KI-Musik. Skrillex tat es vor Kurzem noch mit dem schönen Satz, ein KI-Song könne zwar viral gehen, aber niemand fühle sich dabei gesehen, wenn kein Mensch am anderen Ende sitzt. Jetzt schlagen Armin van Buuren und Laidback Luke einen anderen Weg ein. Die EDM-Stars sind künftig KI-Berater bei Moises – einer KI-gestützten Musik-App, die sich explizit als das anständige Gegenmodell zu Text-zu-Song-Maschinen wie Suno positioniert.

Beide DJs sind ab sofort Teil des neu gegründeten "Artist Partnerships"-Programms von Moises. Was das konkret bedeutet, hat Moises-Kommunikationschef Ryan Merchant beschrieben: Van Buuren und Luke bekommen frühe Produktideen vorgelegt und geben Feedback aus der Praxis des DJ- und Producer-Alltags. Ihre Rückmeldungen fließen direkt in die Entwicklung ein, bevor irgendetwas bei den eigentlichen Nutzer:innen landet. Van Buuren betont, Technologie habe die elektronische Musik immer schon vorangetrieben. Entscheidend sei nur, ob die Kontrolle bei den Künstler:innen bleibe. Gute Tools können helfen, so Laidback Luke, aber sollten keine Entscheidungen abnehmen.

Lizenziert statt geklaut

Das US-amerikanische Musiktechnologie-Unternehmen Moises trainiert seine Modelle ausschließlich mit lizenziertem Material. Das ist der zentrale Unterschied zu Suno und ähnlichen Diensten, die Songs aus einem Textprompt generieren und dabei auf gewaltigen Mengen ungeklärter Trainingsdaten sitzen. Moises baut stattdessen auf Stem-Separation, Akkorderkennung, Mastering-Hilfen und Übungswerkzeuge. Das Ergebnis soll den DAW-Workflow vereinfachen.

Ganz uneigennützig ist das Ganze natürlich nicht. Moises soll rund 80 Millionen Nutzer:innen weltweit haben und kooperiert bereits mit Ableton, Fender und dem Whitney-Houston-Nachlass. Prominente Fürsprecher wie Van Buuren und Laidback Luke sollen wohl Vertrauen in einer Szene schaffen, die von generativer KI genervt ist. Allerdings sollte man auch skeptisch bleiben, wenn Moises selbst mit Studien um sich wirft: Eine vielzitierte Erhebung, die 78 Prozent KI-Nutzung unter Musiker:innen auswies, entpuppte sich als Umfrage unter der eigenen KI-affinen Kundschaft

Veröffentlicht in News und getaggt mit Armin van Buuren , Artificial Intelligence , EDM , KI-Musik , Laidback Luke , Moises , Musikindustrie , Musiktechnologie , News , Suno , Urheberrecht

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