Sommer-Highlight auf der Museumsinsel: Kolonnaden-Bar startet mit über 50 Gratis-Events
Die Kolonnaden-Bar auf der Berliner Museumsinsel ist zurück. Noch bis Ende August entsteht entlang des historischen Kolonnadenhofsan der nördlichen Inselspitze wieder ein Open-Air-Kulturort. Das Programm ist auch ein Querschnitt durch Berlins Subkultur.
Seit dem 10. Juni läuft der Betrieb, verantwortet von der Vagabund Brauerei in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das Sommerfestival umfasst in diesem Jahr über 50 Kulturveranstaltungen. Das Programm reicht von Livekonzerten und DJ-Sets über Performances bis hin zu klassischer Musik, dazu Workshops und Vorträge. Der Eintritt ist frei.
Querschnitt durch Berlins Subkultur
Ein Blick ins konkrete Programm zeigt, woher das Publikum kommen soll. Neben Folklore-Sessions und Chören stehen DJ-Sets von Acts wie Matabolism oder House of Grace auf dem Plan – Szeneakteur:innen, die sonst eher in Neukölln oder Wedding auflegen als am Bode-Museum. Tropical Diaspora Records bespielt die Bar Anfang Juli. Unmarried Records, ein Berliner Label rund um DJ Unmarried Woman, hostet die Bar zum Monatsende. Außerdem findet am 8. August ein Kinder-Rave statt. Den Abschluss der Saison macht, unironisch, eine Flixbus-Party.

Das gastronomische Herzstück der Saison ist wieder das "Wissensdurst". Dabei handelt es sich um ein Bier, das eigens für das laufende 200-jährige Jubiläum der Museumsinsel gebraut wurde. 2026 feiert die Museumsinsel zwei Jahrhunderte seit der Eröffnung des ersten Gebäudes, dem Alten Museum, und das Jubiläumsprogramm MI200 zieht sich durch den gesamten Sommer. Die Kolonnaden-Bar soll dabei ein Angebot sein, das UNESCO-Weltkulturerbe und niedrigschwelligen Stadtraum zusammenzwingen will.
Hochkultur und Alltagsleben
Das Konzept hat sich inzwischen etabliert. Die Kolonnaden-Bar läuft seit mehreren Jahren, immer als temporäres Sommerformat und mit dem Anspruch, Hochkultur und Alltagsleben kurzzuschließen. Der Zulauf bestätigt das Modell. Das Format zieht nicht nur Kulturtourist:innen, sondern auch jene an, die sonst eher nicht in die Staatlichen Museen pilgern würden.
Geöffnet hat die Bar mittwochs und donnerstags ab 16 Uhr, freitags bis sonntags bereits ab Mittag, jeweils bis 22 Uhr. Drei Tage im August bilden eine Ausnahme: Vom 26. bis 28. August bleibt die Bar wegen der UFA-Filmnächte geschlossen, der letzte reguläre Abend ist der 30. August.
Fotos: Pressestelle der Stiftung Preußischer Kulturbesitz