Zuletzt spielten noch Cinthie und Vladimir Ivkovic im Klub Kegelbahn – die Luzerner Techno-Location dürfte aber ebenso wie die Disco Pizza aus dem Schweizer Nachtleben verschwinden.
Die Schweizer Clublandschaft verliert drei ihrer bekanntesten Adressen. Über den Klub Kegelbahn, Bar Kaffee Kind und Pizzeria Disco Pizza wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Amtliche Schreiben kleben seither an den Scheiben, die Luzerner Locations sind geschlossen.
Der Gründer der drei Clubs, Raphael Märki, will nun zwei neue Auffanggesellschaften gründen, um Teile des Betriebs zu retten. Für das Kaffee Kind zeichnet sich eine Übernahme durch das bestehende Team ab. Die wirtschaftlich stabile Disco Pizza soll ebenfalls weiterlaufen. Offen bleibt dagegen die Zukunft der Kegelbahn, die seit 2013 existiert und sich über die Jahre als feste Adresse für internationale und lokale elektronische Musik etabliert hatte.
Ausgekegelt?
Zuletzt traten in der Kegelbahn unter anderem Alan Oldham, Cinthie und Vladimir Ivkovic auf. Allerdings schrieb der Club jahrelang rote Zahlen und wurde intern durch die profitablere Pizzeria quersubventioniert. Anfang 2026 hatte mit Ilayda Zeyrek außerdem eine neue Geschäftsführung übernommen, die das Haus von einem klassischen Nachtclub zu einem breiter aufgestellten Kulturlokal umbauen wollte.
Die Gründe ähneln sich und dürften deutschen Clubbetreiber:innen bekannt vorkommen: Nachwirkungen der Pandemie, gestiegene Kosten, strengere Auflagen, Lärmklagen und ein Publikum, das zunehmend anders ausgeht als noch vor wenigen Jahren wirken sich zunehmend auch auf die Schweizer Clublandschaft aus.