Monika Kruse, Techno-DJ und Labelbetreiberin von Terminal M, muss erneut Auftritte absagen. Der Grund: Ihre Angststörung ist zurück. "Mit voller Wucht", wie sie ihren 300.000 Followern am Wochenende auf Instagram mitteilte.
Neu ist das Thema für Kruse nicht. Seit 2022 begleitet sie die Erkrankung. Damals sagte sie erstmals sämtliche Gigs ab und zog sich für längere Zeit aus dem Tourbetrieb zurück. Im März 2025 schaffte Kruse die Rückkehr. Sie spielte erste Sets, unter anderem beim Docklands in Münster und beim Open-Air-Festival Echelon in Bayern. Sie habe es vermisst, ließ sie damals wissen.
Auch interessant

Dass dieser Neuanfang jetzt einen Rückschlag erlebt, zeigt, dass die Genesung nicht linear verläuft. Aus ärztlicher Sicht seien Rückschläge "normal" und kein Zeichen von Versagen, denn: Bei einer Angststörung handelt es sich um eine psychische Erkrankung, bei der Angst nicht mehr zur Situation passt. Sie ist oft ohne konkreten Auslöser körperlich spürbar und lässt sich kaum kontrollieren. Genau das beschrieb Kruse in ihrem Post: Neben der Angst kämen "körperliche Symptome und eine tiefe Erschöpfung" hinzu. Die Kraft, überhaupt eine Bühne zu betreten, fehle schlicht.
Wie tief diese Angst greifen kann, hatte Kruse selbst im vergangenen Jahr im Loop-Rituals-Interview beschrieben. Vor ihrem Comeback-Gig habe sie jahrelang um jede Einladung gerungen und sei erst durch das Entgegenkommen der Promoter – die ihr auch eine kurzfristige Absage ausdrücklich freigestellt hatten – überhaupt wieder auf eine Bühne zurückgekehrt.
Kruse sprach außerdem offen davon, dass sie in der akuten Phase ihrer Erkrankung selbst private Anlässe wie Geburtstagsfeiern im Freundeskreis mied, weil sie selbst dort diese Attacken erlebte. Ein Jahr habe sie sich daraufhin fast komplett aus dem Sozialleben zurückgezogen. Ende 2025 kündigte sie ein Comeback an.
Foto: Stefan Brending, CC BY-SA 3.0
