Mit Drums schickt Polyend eine Hybrid-Drum-Machine ins Rennen, die analoge und digitale Klangerzeugung vereint. Mit 2.699 Euro ist der Preis allerdings recht ambitioniert.
Das polnische Unternehmen Polyend hat sich seit seiner Gründung mit eigenwilligen, grid-basierten Instrumenten einen Namen gemacht. Vor allem durch Grooveboxen wie Play+, Tracker+ und Tracker Mini bekannt, erweiterte Polyend sein Portfolio zuletzt mit dem Step, der ersten vollständig programmierbaren Drum Machine im Gitarren-Pedalformat, sowie dem Mess, einem Multi-Effekt-Pedal mit Step-Sequencer. Ende 2024 folgte der Synth, ein multitimbraler Synthesizer.
Polyend Drums – analog, digital, ambitioniert
Zur Superbooth 26 legt Polyend nach – und diesmal mit echter Analogtechnik im Gehäuse. Das Herzstück der Drums sind vier analoge Stimmen auf Basis moderner SSI-Chips. Diese bieten jeweils zwei analoge VCOs, eine dedizierte Noise-Quelle sowie einen zusätzlichen digitalen Oszillator für Hybrid-Layering oder FM-Modulation. Jede Stimme läuft durch ein analoges Multimode-Filter und einen VCA. Dadurch soll sich eine Klangbandbreite ergeben, die von Percussion bis hin zu sich entwickelnden Synth-Texturen reicht. Hinzu kommen über vierzig Instrumente mit analogen und digitalen Synthesemethoden, samplebasierter Klangerzeugung und acht unabhängigen LFOs – jedes Instrument verfügt über eigene Sub-Mode-Mutationen, sodass sich insgesamt Hunderte von Varianten ergeben.

Polyend hat den Drums auch für das Live-Spielen speziell ausgestattet. Ein X0Y-Fader ermöglicht das Morphen von Kits in Echtzeit, das Triggern von Fills und das Wechseln zwischen Patterns oder Sound-Kits, ohne die Wiedergabe zu unterbrechen. Das dreigliedrige Effekt-Routing umfasst Send-Effekte für die gemeinsame Verarbeitung, Insert-Effekte pro Track, die sich sequenzieren lassen und damit Teil des Rhythmus werden, sowie eine Master-Chain für den finalen Mix. Die Drums arbeiten intern mit 32-Bit-Float-Processing bei 96 kHz und die DA/AD-Wandlung erfolgt ebenfalls mit 24 Bit bei 96 kHz.


Die Konnektivität ist üppig: Neben einem Stereo-Ausgang gibt es acht individuelle Track-Ausgänge auf Klinke, einen Stereo-Eingang, einen Kopfhörerausgang sowie MIDI In/Out/Thru und USB-C. Drums wird in Schwarz und Silber angeboten. Die limitierte erste Produktionsserie kostet 2.699 Euro. Eine vollständig rückerstattbare Anzahlung von 500 Euro sichert einen Platz. Der restliche Betrag wird drei bis vier Monate vor dem Versand fällig.
Polyend Drums kann auf der Superbooth 26 am Stand W320 inspiziert werden. Die Messe ist noch bis zum 9. Mai im FEZ Berlin geöffnet. Weitere Informationen und Reservierungsmöglichkeiten finden sich auf der Hersteller-Website.