Auf der Superbooth 25 stellt Nonlinear Labs mit dem C25 den kompakteren und für Drittentwickler offenen Nachfolger des C15 vor.
Stephan Schmitt ist in der Synthesizer-Welt vor allem als Mitgründer von Native Instruments und langjähriger Chefentwickler von Reaktor bekannt, jenem modularen Softwaresystem, das in den Nullerjahren die Klanggestaltung elektronischer Musiker maßgeblich beeinflusste. Nach seiner Zeit bei NI gründete Schmitt Nonlinear Labs und stellte 2016 auf der Superbooth mit dem C15 erstmals einen digitalen Performance-Synthesizer mit ungewöhnlichem Bedienkonzept und ausgeprägtem Fokus auf Spielbarkeit vor.
Nonlinear Labs stellt den C25 vor
Zehn Jahre später folgt der Nachfolger. Auf der diesjährigen Superbooth präsentiert Nonlinear Labs den C25, einen kompletten Neuentwurf, der die Eigenschaften des C15 mit neuen Ideen verbindet. Das Gehäuse ist kompakter und leichter als das des Vorgängers. Das Instrument richtet sich an tourende Musiker, ein Großteil der Komponenten wird in Europa gefertigt.

Klanglich knüpft der C25 an den C15 an. Sein Synthesekonzept kombiniert Phasenmodulation/FM, Waveshaping, Physical Modeling und subtraktive Synthese und greift auf die Preset-Bibliothek des Vorgängermodells zurück. Das FatarTP/8S-Keyboard wird durch hauseigene Sensoren erweitert. Die Tasten fungieren als polyphone Modulationsquellen, die sich über die vertikale Position, die Anschlagstärke und den Aftertouch-Druck steuern lassen. Zur Ausstattung gehören außerdem Bender, ein neuer Hebel sowie zwei Ribbons mit LED-Positionsanzeige. Ein 7-Zoll-Touchscreen wird durch Hardware-Buttons für jede Funktion ergänzt.

Hinsichtlich der Plattformstrategie kündigt Schmitt eine Öffnung an. So soll der C25 künftig Synthese- und Effekt-Engines von Drittentwicklern unterstützen.
Auf der Superbooth 26 werden Prototypen präsentiert. Nonlinear Labs ist am Stand O322 vertreten. Die Serienproduktion ist für Anfang 2027 geplant, der Preis wurde noch nicht kommuniziert.
Weitere Informationen finden sich auf der Hersteller-Website.