In einem Interview mit Highsnobiety hat Teenage-Engineering-Gründer und CEO Jesper Kouthoofd erklärt, dass er künftig keine Synthesizer mehr herstellen möchte. Dies betrifft ausdrücklich auch den OP-1. Einen Zeitplan, eine Liste betroffener Modelle oder konkrete Nachfolgeprodukte nannte er dabei jedoch nicht.
Das Unternehmen Teenage Engineering wurde 2005 in Stockholm von Jesper Kouthoofd, David Eriksson, Jens Rudberg und David Möllerstedt gegründet. Laut Highsnobiety beschäftigt das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 46 Millionen US-Dollar. Bekannt wurde das Unternehmen 2011 mit dem OP-1, dessen weiterentwickelte Version OP-1 Field im Jahr 2022 erschien. Weitere Produkte sind die Pocket-Operator-Serie, der OP-XY und der EP-133 K.O. II. Außerhalb der eigenen Musikgeräte arbeitete Teenage Engineering unter anderem mit IKEA, Nothing, Playdate und Vässla zusammen.
Teenage Engineering: CEO plant Ausstieg aus dem Synthesizer-Geschäft
Das Interview führte Lukas Mauve am Firmensitz in Stockholm. Es erschien am 7. Oktober 2026 auf Highsnobiety und wurde anschließend auch über den offiziellen Instagram-Kanal von Teenage Engineering verbreitet. Im Rahmen einer Umstrukturierung im vergangenen Herbst teilte Kouthoofd seinem Team mit, dass er plant, keine Synthesizer mehr zu bauen. Der OP-1 sei ausdrücklich keine Ausnahme. Das Team habe zunächst mit Unverständnis reagiert. Als Begründung sagte Kouthoofd: "The products aren't the business." Er sieht den eigentlichen Wert nicht in den einzelnen Produkten, sondern im Unternehmen selbst.
Zur Zukunft äußert sich Kouthoofd nur in Umrissen. Bei einem Rundgang durch das Entwicklungslabor zeigte er auf ein Projekt, das seiner Einschätzung nach das Online-Leben verändern könnte. Einige der dort entwickelten Projekte sollen erst in fünf bis zehn Jahren auf den Markt kommen. Was genau entwickelt wird, bleibt offen. Kouthoofd nennt einen Arbeitsplatz, an dem es nie langweilig wird, als Ziel.
Das Interview lässt mehrere Punkte offen. Kouthoofd spricht lediglich von einem Plan. Eine formale Ankündigung eines Produktionsstopps ist darin nicht zu finden. Es gibt weder einen Zeitpunkt für ein Auslaufen noch Angaben zur Verfügbarkeit, zum Support oder zu Updates bestehender Geräte. Namentlich genannt wird nur der OP-1; ob auch der OP-1 Field, der OP-XY, die Pocket Operator oder die EP-133 betroffen sind, bleibt unklar. Ebenso ist unklar, ob Teenage Engineering die Musikhardware-Sparte insgesamt verlässt oder nur die Synthesizer-Produktion einstellt.
