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Korg NTS-4: Neuer analoger DIY-Performance-Mixer für Synth- und Eurorack-Setups vorgestellt
Foto: Korg

Korg NTS-4: Neuer analoger DIY-Performance-Mixer für Synth- und Eurorack-Setups vorgestellt

News. 10. Juli 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Christoph Gleich

Sechs Kanäle, zwei Effekt-Engines, null Lötkolben – Korgs neuester Nu:Tekt-Bausatz will das Bindeglied zwischen Volca-Wildwuchs und Eurorack-Chaos werden. Ab heute ist der Mixer erhältlich.

Wer sein Hardware-Setup über die Jahre hat wachsen lassen wie einen unkontrollierten Zimmerpflanzenbefall – hier ein Volca, dort ein NTS-Synth, dazwischen ein paar Eurorack-Module – kennt das Problem: Irgendwann braucht die Sache eine Mitte. Einen Ort, an dem all die Kabel und Klänge zusammenlaufen, ohne dass man einen ganzen Schreibtisch für ein Mischpult opfern muss. Korg glaubt, diese Mitte gefunden zu haben, und nennt sie NTS-4.

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Der neueste Spross der Nu:Tekt-Reihe ist, wie seine Vorgänger, ein Selbstbau-Kit. Lötkolben braucht man allerdings keinen. Der Zusammenbau passiert in Minuten. Was danach auf dem Tisch steht, ist ein sechskanaliger Performance-Mixer im Stahlgehäuse, gedacht für Studio, Bühne und Rucksackmomente. Vier Stereo-Klinkeneingänge und zwei Mono-Eingänge mit schaltbarem Attenuator fürs Eurorack-Level. In Summe also: Platz für bis zu zehn Audiosignale, die gleichzeitig durchs System wandern können.

Mixer zum Performen

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Das eigentliche Statement des NTS-4 sitzt aber in den Details. Jeder Kanal bekommt eigene Cue- und Mute-Taster. Cue schickt das Signal heimlich auf die Kopfhörer, bevor es überhaupt in den Hauptmix darf – der klassische DJ-Move, nur jetzt auch für Modularisten und Groovebox-Menschen nutzbar. Mute kappt das Signal sofort. Zusammen machen beide aus einer reinen Routing-Kiste tatsächlich ein Instrument zum Performen.

Effektseitig fährt der NTS-4 zweigleisig. Pro Kanal ein Send-FX-Slot mit sieben Optionen von Delay über Ping-Pong-Delay, zwei Hall- und zwei Slap-Reverbs bis zum Chorus. Auf dem Hauptausgang läuft parallel eine Total-FX-Engine mit zehn weiteren Optionen, von Filtern über Phaser bis zu Kompressor und Limiter. Zwei unabhängige Stereo-Engines gleichzeitig. Damit soll räumliche Tiefe für den einzelnen Kanal, aber auch Formung für den gesamten Mix möglich sein.

Foto: Korg

Sag niemals Spielzeug dazu

USB-C übernimmt Strom und Audio in einem. Damit gehen sich 48 kHz bei 24 Bit aus, direkt auf Rechner oder Handy, MIDI-Out für die Anbindung an die DAW. Und: In seinem Vorstellungsvideo warnt Musikjournalist und Producer Fess Grandiose ausdrücklich vor Fehleinschätzungen aufgrund der Kompaktheit. Der NTS-4 sei "kein Spielzeug", auch wenn man ihn einfach so in den Rucksack packen könne.

Rumspielen darf man dennoch. Der Korg NTS-4 ist ab sofort bei autorisierten Korg-Händlern erhältlich. Mit 219 Euro ist der Mixer übrigens auch günstiger als jede Schädlingsbekämpfungsfirma.

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