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DX7-Sound für wenig Geld: Ist der M-Vave FM-1 eine Sythesizer-Sensation für Klangtüftler und Einsteiger?

DX7-Sound für wenig Geld: Ist der M-Vave FM-1 eine Sythesizer-Sensation für Klangtüftler und Einsteiger?

News. 16. Juli 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Christoph Gleich

Ein chinesischer No-Name-Hersteller packt den DX7-Sound der 80er in ein Taschenformat. Mit einem günstigen Einstiegspreis will man einen Nerv treffen, den die großen Marken seit Jahren ignorieren.

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Ein Synthesizer, der 1983 rund 2000 Dollar kostete und heute auf dem Gebrauchtmarkt für vierstellige Summen gehandelt wird, weil jeder zweite House-Track der letzten vier Jahrzehnte diesen leicht metallischen FM-Sound trägt – es gibt ihn jetzt als Hosentaschenversion für rund 70 Euro. Produziert hat ihn der chinesische Hersteller M-Vave, den vorher kaum jemand gekannt haben dürfte.

Der FM-1 ist im Kern ein geschrumpfter Yamaha DX7. Synth-Nerds wissen: Dem DX7 hat man Sounds wie den berühmten E-Piano-Klang von "Take On Me" oder die metallischen Glocken unzähliger 80er-Balladen zu verdanken. Gleichzeitig gilt der Yamaha-Synth aber auch in Techno und House als Werkzeug für kalte Klangflächen. 

M-Vave schrumpft das alles  in ein 251-Gramm-Gehäuse, das aussieht wie ein Taschenrechner mit Ambitionen. Allerdings soll das Gerät waschechte FM-Synthese wie im Original liefern. Wer keine Ahnung von Synthesizern hat: FM-Synthese bedeutet vereinfacht, dass Wellenformen sich gegenseitig verbiegen und dadurch Klänge entstehen, die mit klassischer Synthese kaum machbar sind.

DX7
Foto: M-VAVE

DX7 Sound - Klein und fein?

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Für Einsteiger:innen interessant sind auch die 128 Werks-Presets, ein Touchscreen mit Echtzeit-Visualisierung der Algorithmus-Struktur. Dazu gesellen sich Arpeggiator und ein 16-Step-Sequencer. Wer tiefer gehen will, importiert klassische DX7-Sysex-Bänke, von denen es im Netz gefühlt unendlich viele gibt – inklusive einer Website, die auf Knopfdruck neue Patches generiert.

Bleibt ein Haken, den erste Testberichte auf YouTube erkannt haben wollen: Der FM-1 klingt gut, aber nicht wie das Original. Etwas weniger glasig und fein soll er sein. Außerdem seien die eingebauten Effekte – Filter, Reverb, Delay, Chorus, Phaser, Distortion eher schickes Spielzeug als Studioqualität. Angesichts des günstigen Einheitspreises von 70 Euro, die der M-Vave FM-1 kosten soll, dürfte man aber Nachsicht walten lassen. 

M-Vave, offiziell "Cuvave", baut seit 2018 vor allem Gitarrenpedale und günstige Wireless-Audio-Lösungen. Inzwischen hat die chinesische Firma aber auch MIDI-Controller und Mini-Mixer im Produktportfolio. Bekannt wurde M-Vave 2025 mit dem SMK-37 Pro, einer MIDI-Tastatur, die bereits einen eingebauten DX7-Klon mitbrachte. M-Vave verfolgt damit eine ähnliche Strategie wie Donner oder Behringer, die mit günstigen Preisen etablierte Klassiker demokratisieren wollen.

Headerbild erstellt mit KI

Veröffentlicht in News und getaggt mit FM-1 , FM-Synthese , News; M-Vave , Synthesizer , Yamaha DX7

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