Denon DJ hat mit dem Prime 4 G2 die dritte Generation seines 4-Deck-Standalone-DJ-Systems vorgestellt. Das neue Modell verfügt über einen deutlich leistungsstärkeren Prozessor, überarbeitete Effekt- und Stem-Funktionen sowie MPCe-Pads.
Der ursprüngliche Prime 4 (hier im Test) wurde 2021 als erstes vierkanaliges Standalone-System mit 10-Zoll-Touchscreen und WLAN vorgestellt. 2023 folgte der Prime 4+, der ein überarbeitetes Design und größere Jogwheels bot (wir berichteten). Der Prime 4+ war das erste Standalone-Gerät mit Echtzeit-Stem-Separation. Allerdings konnte diese Funktion nur mit am Computer vorbereiteten Tracks genutzt werden. Eine Onboard-Analyse war nicht möglich.
Denon DJ Prime 4 G2: Onboard-Stem-Processing und MPCe-Pads
Kernstück des Prime 4 G2 sind die 16 velocity- und drucksensitiven MPCe-Pads mit 3D-Sensing-Technologie. Sie bündeln Hot Cues, Stems, Rolls, FX und Lichtsteuerung in einem einzigen Pad. Ein 8-Kern-ARM-Prozessor mit 4 GB RAM bietet die vierfache Rechenleistung der Vorgängergeneration und ermöglicht laut Denon DJ erstmals das Rendern von Stems direkt auf dem Gerät. Dazu gibt es dedizierte Instrumental- und Acapella-Taster, Stem FX und einen Stem-Level-EQ.

Die Ausstattung des Prime 4 G2 umfasst außerdem 8-Zoll-Jogwheels mit dynamischen LED-Displays, einen Multifunktions-Navigationsencoder, neu gestaltete Premium-Dual-Rail-Fader und ein 10,1 Zoll großes HD-Multitouch-Display. Der integrierte 3-Pin-DMX-Ausgang erlaubt die direkte Steuerung von Lichtsystemen ohne externe Hardware und unterstützt Philips Hue und Nanoleaf. Über die OmniSource-Architektur lässt sich das Gerät mit Serato DJ Pro, Algoriddim djay und VirtualDJ verbinden, laut Denon DJ soll die Software-Unterstützung noch folgen. Das integriertes WLAN bietet Zugriff auf Amazon Music Unlimited, Apple Music, Beatport, SoundCloud Go+ und TIDAL. Über Bluetooth ist eine Fernsteuerung per Tablet oder Smartphone möglich.

Der Denon DJ Prime 4 G2 ist ab sofort verfügbar. Weitere Informationen finden sich auf der Hersteller-Website.
