inMusic, Mutterkonzern von Akai Professional, Moog, Denon DJ und Native Instruments, möchte seine Musik-Hardware stärker für externe Entwickler öffnen. Auf der NAMM 2027 will das Unternehmen 22 neue, vollständig funktionsfähige Produkte vorstellen, von denen sich viele durch eigene Software erweitern lassen sollen.
Mit dem neuen Creator Lab möchte inMusic auf der NAMM 2027 zeigen, wie Musiker und Entwickler elektronische Instrumente individuell anpassen können. Auch Anwender, die mithilfe KI-gestützter Werkzeuge eigene Software entwickeln, sind angesprochen. Die Initiative ist Teil des Programms "inMusic Forward".
Der Hersteller betont dabei, dass es sich nicht um unfertige Geräte handelt. Alle 22 Neuheiten sollen ab Werk vollständig funktionsfähig sein. Eigene Programmierungen sollen zusätzliche Funktionen und individuelle Arbeitsabläufe ermöglichen.
Nicht auf Akai Professional beschränkt
Die Initiative ist besonders interessant für die MPC-Plattform von Akai Professional, deren Funktionsumfang sich durch eigene Software erweitern ließe. Die Pläne sind jedoch nicht ausdrücklich auf Akai Professional beschränkt.

Zum Markenportfolio von inMusic zählen unter anderem die Unternehmen Moog Music, Denon DJ, Numark, RANE, Alesis und Native Instruments. Welche Geräte dieser Hersteller künftig eigene Erweiterungen unterstützen werden, ist bislang nicht bekannt. Auch für Engine DJ, Maschine und Traktor gibt es bisher keine entsprechenden Ankündigungen.
Behringer verfolgt einen ähnlichen Ansatz
Wie von uns berichtet, verfolgt auch Behringer den Ansatz offener Musik-Hardware. Für die noch im Prototypenstadium befindliche Groovebox KICK wurde bereits der Software-Quellcode auf GitHub veröffentlicht. Zudem hat der Hersteller mit ANIMA ein vierkanaliges Standalone-DJ-System mit offenem Konzept angekündigt.
Ein wesentlicher Unterschied: Während Behringer bei KICK den Quellcode öffentlich zugänglich macht, spricht inMusic bislang vor allem von der Erweiterbarkeit fertiger Geräte.
Ist offene Musik-Hardware die Zukunft?
Die Ankündigungen beider Hersteller zeigen ein wachsendes Interesse an modifizierbarer Musik-Hardware. Musiker könnten dadurch ihre Geräte stärker an individuelle Anforderungen anpassen, ohne ausschließlich auf neue Funktionen der Hersteller angewiesen zu sein.
Ob sich daraus ein neuer Standard entwickelt, hängt unter anderem von der Verfügbarkeit geeigneter Entwicklungswerkzeuge sowie der Unterstützung durch die Hersteller ab. Erste praktische Einblicke möchte inMusic vom 28. bis 30. Januar 2027 im Creator Lab auf der NAMM ermöglichen.
Weitere Informationen finden sich auf der inMusic-Website.