Steinberg hat Cubase 16 veröffentlicht und erweitert seine Digital Audio Workstation (DAW) um zahlreiche Funktionen für die Musikproduktion und Audiobearbeitung. Zu den Neuerungen gehören Instrument Stacks, eine verbesserte Stem-Separation, zusätzliche MIDI-Werkzeuge sowie die Unterstützung von Ableton Link.
Mit Cubase 16 setzt Steinberg die Entwicklung seiner seit 1989 erhältlichen Musikproduktionssoftware fort. Was ursprünglich als MIDI-Sequenzer für den Atari ST begann, hat sich zu einer umfangreichen DAW für Windows und macOS entwickelt. Die Software wird in professionellen Tonstudios ebenso eingesetzt wie in Projekt- und Homestudios.
Cubase 16 – Instrument Stacks und verbesserte Stem-Separation
Eine der wichtigsten Neuerungen sind die Instrument Stacks. Damit lassen sich mehrere VST-Instrumente, Sampler- und Drum-Spuren zusammenfassen und über eine gemeinsame Spur spielen. Für die einzelnen Layer können unter anderem Tastaturbereiche, Anschlagstärken und Transpositionen festgelegt werden. Diese Kombinationen lassen sich als Presets speichern und in anderen Projekten verwenden.
Überarbeitet wurde außerdem die bereits vorhandene Stem-Separation. Ein neuer Algorithmus von zplane soll die Trennqualität verbessern und erweitert die bisherigen Möglichkeiten um die separate Erkennung von Piano und Gitarre. Insgesamt stehen damit sechs Kategorien zur Verfügung: Gesang, Schlagzeug, Bass, Piano, Gitarre und sonstige Instrumente.

Auch die MIDI-Bearbeitung wurde erweitert. Mit der neuen Strum-Funktion lassen sich Akkorde zeitlich auffächern, während die Funktion "Stretch Selection” das Dehnen und Stauchen von MIDI-Passagen ermöglicht. Zudem erleichtert eine überarbeitete Tempoerkennung die Anpassung frei eingespielter Aufnahmen an das Projekttempo.
Neue Effekte, Instrumente und Workflow-Funktionen
Mit DrumChain und VocalTouch stehen zwei neue Effekt-Plug-ins für die Bearbeitung von Schlagzeug- und Gesangsspuren bereit. Hinzu kommt Omnivocal Basic, eine Gesangssynthese auf Basis der Omnivocal-NX-Engine von Yamaha mit zwei Voicebanks. Die neue HALion-Sonic-Library Module basiert auf der FM-Lab-Engine und bietet mehr als 200 Presets für moderne FM-Sounds.

Neu ist außerdem die Integration des Sample-Generators Waves Illugen. Damit können Anwender Samples erzeugen und diese direkt in Cubase importieren. Ein zweimonatiger Zugang zu Illugen ist als Gutschein in Cubase 16 enthalten.
Cubase unterstützt erstmals auch Ableton Link zur Synchronisation mit kompatiblen Anwendungen. Darüber hinaus bietet die Software eine erweiterte MIDI-2.0-Unterstützung, neue Spectral-AudioWarp-Modi und eine überarbeitete, durchsuchbare Einstellungsoberfläche. Für komplexere Mix-Projekte wurde zudem die Zahl der Audio-Sends pro Kanal von acht auf 16 erhöht.
Meiner Meinung nach hat Steinberg Cubase erneut sinnvoll aktualisiert, wenn auch nicht mit dem umfassendsten Feature-Upgrade in der Geschichte der DAW. Das Update lohnt sich vor allem für Anwender, die regelmäßig mit virtuellen Instrumenten, MIDI und Audiomaterial arbeiten und von den zahlreichen Verbesserungen des Workflows profitieren möchten.
Weitere Informationen finden sich auf der Hersteller-Website.