In München geht am 17. Oktober 2026 ein neuer Club an den Start. In einer stillgelegten Zeitungsdruckerei soll später ein Kulturzentrum entstehen, die dafür nötige Genehmigung fehlt allerdings noch. Ein Soft Opening hat es bereits gegeben.
Nun eröffnet das Printhouse unweit des Olympia-Einkaufszentrums, mit "Printhouse Edition 0001" offiziell. Los geht es kommenden Samstag um 22 Uhr, an der Tür lässt man 15 Euro liegen. Auf dem Line-up stehen dafür Budino, Euphrat, Isabel Soto, The Lady Machine und die Zenker Brothers. Den Sound liefert das Incubus-Soundsystem von Void, für das Licht ist das Berliner Team Bachstelzen zuständig, bekannt von der Fusion und vom Garbicz Festival.
Die Programmverantwortung liegt bei Christoph Pankowski, der in München zuvor die Rave Autonomica Open Airs veranstaltete und in Berlin das VËRYL Festival auf einem ehemaligen Flugplatz aufbaute. Zunächst soll das Printhouse, das nach dem Vorbild des Londoner Printworks konzipiert ist, einmal im Monat mit "ausgewählten Großveranstaltungen" öffnen. Die erste Saison umfasst sechs Termine. Nach dem 17. Oktober folgen der 14. November mit Recondite, der 12. Dezember, der 9. Januar und der 13. Februar 2027.
Übrigens: Der Vergleich mit London hält, denn: Die Halle ist neun Meter hoch, nach dem Ausbau der Rotationsmaschinen und einer Zwischendecke steht eine fußballfeldgroße Fläche zur Verfügung. Allerdings wolle man dem Haus "seine Geschichte lassen", so Pankowski. Die Bars entstehen dementsprechend aus der vorhandenen Einrichtung, feste Einbauten soll es nicht geben, damit sich der Raum für Konzerte, Ausstellungen und Clubnächte immer neu einrichten lässt.
Die Zukunft hat Eventcharakter
Für 2027 soll im Printhouse ein Kulturzentrum mit Konzerten, Ausstellungen und Theater entstehen, auch Jazz und Oper sind im Gespräch. Dazu kommt eine Gastronomie, die unabhängig vom Veranstaltungsprogramm läuft und von Robert Benke (Holzkranich) betrieben werden soll. Die Event-Agentur set about entwickelt das Areal und plant zusätzlich Firmen- und Agenturevents. Pankowskis Ziel: ein Haus, das auch "am Dienstagnachmittag einen Grund zum Öffnen" habe.
Bis dahin bleibt vieles auf Zeit. Das Gebäude wird laut FAZEmag im Rahmen eines befristeten Mietvertrags und mit temporären Genehmigungen genutzt, die Nutzungsänderung für den Dauerbetrieb steht aus. Dass sich mit dem Printhouse wieder ein Club in München ankündigt, ist jedenfalls good news für die lokale Szene. Im Sommer musste der Blitz Club auf der Museumsinsel schließen. Zuletzt reihte sich der DNA Club in die Serie der Clubschließungen ein.