City Club Augsburg: Neue Hausdurchsuchungen sorgen erneut für Kritik am Polizeieinsatz
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City Club Augsburg: Neue Hausdurchsuchungen sorgen erneut für Kritik am Polizeieinsatz

News. 30. Juli 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Christoph Gleich

Nur wenige Tage nach zahlreichen Wohnungsdurchsuchungen in Augsburg hat die Polizei erneut ehemalige Gäste des City Clubs kontrolliert. Ziel ist offenbar, Drogenfunde konkreten Verdächtigen zuzuordnen.

Die Ermittlungen rund um die Razzia im Augsburger City Club gehen in eine weitere Runde. Am vergangenen Mittwoch durchsuchte die Polizei erneut zwei Wohnungen im Landkreis Augsburg. Betroffen sind zwei Gäste, die bereits bei der ursprünglichen Razzia im Januar im Club anwesend waren.

Zuordnung von Drogenfunden im Fokus

Der Hintergrund der aktuellen Maßnahme: Bei der Razzia im Januar waren zahlreiche kleine Drogenpäckchen sichergestellt worden, die Gäste angesichts des Polizeiaufgebots offenbar rasch fallen ließen. Wem die einzelnen Tütchen zuzuordnen sind, ist in vielen Fällen bis heute unklar. Die Durchsuchung am Mittwoch dürfte genau darauf abgezielt haben. So stießen die Beamt:innen zwar auf Beweismittel, diese müssen jedoch erst ausgewertet werden. 

Größerer Einsatz vor zwei Wochen

Erst vor rund zwei Wochen hatte die Polizei einen deutlich umfangreicheren Schlag geführt. 17 Wohnungen im Stadt- und Landkreis Augsburg sowie je eine in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Landshut wurden durchsucht. Grundlage war der nach der Januar-Razzia entstandene Tatverdacht gegen 19 damals im Club anwesende Personen im Alter zwischen 22 und 51 Jahren. In zwölf der durchsuchten Objekte fanden die Beamten Betäubungsmittel. Ein 39-jähriger Mann kam in Untersuchungshaft.

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Die Ermittlungen zur Causa City Club laufen bereits seit Monaten. Die Polizei begründete den ursprünglichen Großeinsatz im Januar mit Erkenntnissen zu einem "offenen Umgang und Konsum von harten Drogen" im City Club. Bislang wurden knapp 70 Ermittlungsverfahren eingeleitet, 21 davon gegen namentlich bekannte Verdächtige. Für besondere Kritik sorgte damals, dass die Beamten sämtliche 263 anwesenden Personen kontrollierten. Mehrere Gäste berichteten, dass sie sich bis auf die Unterwäsche oder darüber hinaus hätten ausziehen müssen.

Der City Club gilt seit Jahren als feste Größe der elektronischen Szene Augsburgs – ein Ort, den unter anderem Sedef Adasï mit ihren "Hamam Nights" und das Duo FJAAK mit einem eigenen Track gewürdigt haben. Gerade diese Verwurzelung in der lokalen Community macht die Härte des Polizeieinsatzes für viele Beobachter:innen schwer nachvollziehbar. Ein Club, der eher regional als überregional auftritt, sieht sich binnen eines halben Jahres mit einer Großrazzia, mehreren Nachdurchsuchungen und juristischen Auseinandersetzungen konfrontiert.

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