KI -Mastering Plattform LANDR kauft Reason – wie geht es weiter?

KI -Mastering Plattform LANDR kauft Reason – wie geht es weiter?

News. 7. Januar 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Simon Ackers

LANDR hat bekannt gegeben, dass man die DAW Reason gekauft hat. Dem alteingesessenen Reason könnten damit umfangreiche Veränderungen bevorstehen.

Gefühlt ist LANDR schon steinalt, wenn man in KI-Jahren denkt. Denn die Mastering-Plattform ging bereits weit vor dem großen "alles ist KI"-Hype an den Start und versprach schnelles und solides Mastern von Tracks. Der Service wurde damals recht unaufgeregt in der Musikwelt aufgenommen, weil erstens noch nicht die Sterne vom Himmel versprochen wurden wie es bei den heutigen Big-Playern der KI-Industrie der Fall ist und die automatisierten Masterings auch eher auf einem Level agierten, das ein nettes Gimmick für Amateur-Produktionen darstellte.

Jetzt hat sich LANDR, die sich in der Zwischenzeit eher ein Namen als Distributor gemacht haben, Reason gekauft und möchte damit sowohl für sich selbst, als auch für die DAW neue Wege gehen. Das ist dann natürlich begleitet von viel Marketingsprech, der sich aber mit KI-Tools und der Implementierung von solchen Features zurückhält. Scheinbar hat man sich die Reaktionen der Musikwelt und Kreativen auf generative KI angeguckt und hält sich deswegen damit zurück. Allerdings hat LANDR mit generativen KI-Tools auch selbst wenig Erfahrung und deswegen könnte Reason erstmal nur durch kleine Implementierungen von Mastering- und oder Mixingtools erweitert werden.

Stattdessen bekräftigt Pascal Pilon, CEO von LANDR, dass man die bestehenden Stärken von Reason verbessern und weiterentwickeln will. Damit ist vor allem das guter alte Rack der DAW gemeint, dem Alleinstellungsmerkmal von Reason. Interessant ist die Aussage, dass man die Rack-Intergration für andere DAWs verbessern will. Reason hatte bereits vor ein paar Jahren das Rack auch für andere Plattformen in Form einer VST veröffentlicht, allerdings benötigt man eine komplette Reason Lizenz um das Rack auch in beispielsweise Ableton Live zu verwenden. Hier wäre eventuell eine Art Subscription-Service oder ein eigener "Reason Access" für ein Standalone Rack-Plugin denkbar, wie man es von Native Instruments zum Beispiel kennt.

Ziemlich sicher wird Reason noch mit Tools und Plugins aus dem Hause von LANDR erweitert, die selbst bereits mehrere Plugins in ihrem "LANDR Studio" veröffentlicht haben. Ansonsten kündigte man an, dass man eine Gruppe an Künstler:innen zusammengestellt hat, die jetzt beratend für weitere Entwicklungen tätig werden sollen.

Alles in Allem klingt die Übernahme von Reason also nicht nach einem Ausverkauf, der übles ahnen lässt. Wir bleiben dementsprechend erstmal optimistisch und schauen uns die Zukunft der DAW weiterhin an. Die offizielle Pressemitteilung zur Übernahme findet ihr hier.

Veröffentlicht in News und getaggt mit DAW , LANDR , reason

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