Wuppertal: U-Club mit Spenden gerettet – Butan-Reihe kehrt zurück
Foto von Im Fokus, (CC BY-SA 4.0)“.

Wuppertal: U-Club mit Spenden gerettet – Butan-Reihe kehrt zurück

News. 11. Februar 2026 | 0 / 5,0

Geschrieben von:
Christoph Benkeser

Der Wuppertaler U-Club ist gerettet. Nachdem der Subkultur-Ort aufgrund finanzieller Schwierigkeiten Ende 2025 vor dem Aus stand, konnte der Betrieb durch die Gründung eines gemeinnützigen Vereins und eine erfolgreiche Spendenaktion gesichert werden. Schon Ende Februar 2026 finden wieder Partys in der Friedrich-Ebert-Straße statt.

Bereits im Sommer 2025 hatte die Leitung des U-Clubs angekündigt, den Betrieb zum Jahresende nach über 30 Jahren einstellen zu müssen. Als Gründe wurden gestiegene Kosten sowie ein verändertes Ausgehverhalten angeführt, die zu einem jährlichen Defizit von rund 100.000 Euro führten. Eine Initiative junger Abgeordneter sowie der Dritten Bürgermeisterin Dagmar Liste-Frinker (Grüne) brachte zwar Aufmerksamkeit und politische Gespräche mit der Wirtschaftsförderung, jedoch keine direkte finanzielle Unterstützung durch die Stadt Wuppertal. Mitte Dezember 2025 folgte die offizielle Absage der Stadtverwaltung aufgrund fehlender Haushaltsmittel.

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Um den Club dennoch zu erhalten, vollzogen die Betreiber:innen einen Strategiewechsel: Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins ermöglichte es, Spenden zu sammeln und Fördermitgliedschaften anzubieten. Ziel dieser Maßnahme war es, das Jahr 2026 finanziell zu überbrücken, bis langfristige Fördergelder von Bund und Land beantragt werden können. Nach der symbolischen Abschiedsveranstaltung am 31. Dezember 2025 lief die Unterstützung durch Privatpersonen und lokale Unternehmen so erfolgreich an, dass die Fortführung des U-Clubs nun gesichert ist.

Der Clubbetrieb wird Ende Februar 2026 wieder aufgenommen. Am 27. Februar gastiert der jamaikanische Sänger Anthony B im U-Club. Nur einen Tag später, am 28. Februar, kehrt die bekannte Hard-Techno-Reihe "Butan" zurück.

Der U-Club gilt seit den 1990er-Jahren als eine der prägenden Adressen für Subkultur in Nordrhein-Westfalen. Mit seinem Programm aus Reggae, Dancehall, Techno und Drum’n’Bass hat sich der Club überregional einen Namen gemacht. Die erfolgreiche Rettung durch die Community unterstreicht die Bedeutung der Institution für die Wuppertaler Kulturszene.

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