Behringer CZ-1 mini im Test– Hybrider Phase-Distortion-Synthesizer mit analogem Filter

Behringer CZ-1 mini im Test– Hybrider Phase-Distortion-Synthesizer mit analogem Filter

Tests. 25. März 2026 | 5,0 / 5,0

Geschrieben von:
Pascal Blunk

In den achtziger Jahren wurde von Casio mit der Phase-Distortion-Synthese eine klangliche Welt erschaffen, die nun von Behringer in einem bemerkenswert handlichen Format wiederbelebt wird. Der CZ-1 mini wird dabei in die Reihe neuer, kleiner Klangerzeuger eingeordnet, mit denen vom Hersteller geschichtsträchtige Synthesizer-Konzepte für mobile Umgebungen zugänglich gemacht werden. Da sich das Modell an den berühmten Vorbildern der CZ-Serie orientiert, wird hier vor allem die Verknüpfung von digitalem Charme und zeitgemäßer Flexibilität angestrebt. Durch die kompakte Bauweise kann der Synthesizer mühelos in verschiedenste Setups eingebunden werden, wodurch er sich besonders für die Suche nach den speziellen Wellenformen der Originale im Taschenformat eignet.

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Behringer CZ-1 Mini
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Der CZ-1 mini im Einsatz

Im praktischen Einsatz wird der CZ-1 mini als klanggewaltiges Werkzeug wahrgenommen, das durch die Ergänzung eines analogen Filters deutlich an Tiefe gewinnt. Von den klassischen Phase-Distortion-Sounds werden dichte Atmosphären und markante Leads geliefert, deren Qualität weit über die optische Größe des Gehäuses hinausgeht. Etwas kritischer muss hingegen die haptische Umsetzung der kapazitiven Tastatur betrachtet werden, durch die ein präzises Spiel am Gerät selbst oft erschwert wird. Auch beim Workflow des internen Sequencers wird dem Nutzer einiges an Geduld abverlangt, da hier eher funktionale Aspekte als intuitive Bedienbarkeit im Fokus stehen. Sofern der Synthesizer jedoch als kompakter Expander betrachtet und per MIDI angesteuert wird, kann ein sehr inspirierendes Instrument mit einer ganz eigenen Klangästhetik entdeckt werden.

Quick Facts

  • Klangerzeugung: Durch die Kombination aus digitaler Phase-Distortion und einem analogen Filter wird ein breites Spektrum an hybriden Klängen bereitgestellt.
  • Klangbearbeitung: Mit dem integrierten Chorus-Effekt wird den drei Stimmen eine markante räumliche Breite verliehen.
  • Portabilität: Mit einem Gewicht von nur 360 Gramm und der Speisung über USB-C wird eine hohe Flexibilität für den Einsatz unterwegs erreicht.
  • System-Kompatibilität: Über die volle SysEx-Unterstützung zum Casio-CZ-101 lassen sich klassische Sound-Daten direkt in das Gerät übertragen.
Der Behringer CZ-1 mini ist ein ultrakompakter Hybrid-Synthesizer, der die klassische Phase-Distortion-Synthese mit einem analogen 24-dB-Tiefpassfilter kombiniert.

Behringer CZ-1 mini von seitlich vorne oben.
Der Behringer CZ-1 mini ist ein ultrakompakter Hybrid-Synthesizer, der die klassische Phase-Distortion-Synthese mit einem analogen 24-dB-Tiefpassfilter kombiniert.

Alu-Front trifft Mini-Regler

Mit einer Breite von knapp unter 20 Zentimetern und einem Gewicht von lediglich 360 Gramm wurde der CZ-1 mini konsequent auf maximale Mobilität getrimmt. Das federleichte Gehäuse unterstreicht dabei den Anspruch, als ständiger Begleiter im Rucksack oder auf dem Schoß Platz zu finden, wobei die Stromversorgung zeitgemäß über eine USB-C-Buchse erfolgt. Diese ermöglicht einen unkomplizierten Betrieb an handelsüblichen Powerbanks oder direkt am Rechner, wodurch das Gerät weitgehend unabhängig von festen Stromquellen bleibt.

Die äußere Verarbeitung hinterlässt für ein Gerät in dieser Preisklasse einen überraschend wertigen Eindruck, was vor allem an der Frontplatte aus eloxiertem Aluminium liegt. Diese verleiht dem CZ-1 mini eine angenehme Stabilität, die durch das restliche, solide gefertigte Kunststoffgehäuse gut ergänzt wird. Bei den Bedienelementen müssen aufgrund der enormen Kompaktheit allerdings Abstriche gemacht werden. Die gummierten Drehregler sind sehr klein ausgefallen und lassen sich daher nur mit spitzen Fingern greifen, erfüllen ihren Zweck für gezielte Einstellungen aber zuverlässig. Die verbauten Drucktaster sind funktional, ohne dabei haptisch besonders hervorzustechen.

Ein gewisser Widerspruch zeigt sich jedoch in der Ergonomie: Der mit Abstand größte und am besten erreichbare Endlos-Regler ist primär für das Springen durch Menüs und die Sounderstellung reserviert. In einer Performance-Situation oder während einer Aufnahme stehen jedoch das analoge Filter und der Chorus im Fokus – deren Regler im direkten Vergleich deutlich kleiner und damit fummeliger zu bedienen sind.

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Mehr Informationen

Ein zentrales Element der Hardware stellt die kapazitive Touch-Klaviatur dar, die mit ihren 27 Tasten zwar eine platzsparende Lösung bietet, in der Praxis jedoch eine gewisse Einarbeitung erfordert. Da ein physischer Druckpunkt fehlt, werden Noten bereits bei leichtester Berührung ausgelöst, was gerade bei der begrenzten Polyphonie von drei Stimmen schnell zu ungewollten Ton-Wiederholungen führen kann. In solchen Momenten werden bereits klingende Töne abrupt abgeschnitten, weshalb für ein präzises Spiel der Einsatz eines externen MIDI-Keyboards über den 5-Pol-DIN-Anschluss sehr zu empfehlen ist. Das kleine OLED-Display leistet hierbei gute Dienste, da es neben den Parametern auch die Wellenformen visualisiert und so eine gute Orientierung bei der recht menülastigen Arbeit bietet.

Bei der Integration in das restliche Studio-Equipment zeigt sich der CZ-1 mini kontaktfreudig, auch wenn bei den Audioverbindungen ein kleiner Kompromiss eingegangen werden muss. Neben dem USB-Port und einem Sync-Eingang für die Synchronisation mit anderen Geräten steht für das Audiosignal lediglich eine einzelne 3,5-mm-Klinkenbuchse zur Verfügung. Da dieser Anschluss gleichzeitig als Kopfhörerausgang und als Hauptausgang fungiert, ist eine zeitgleiche Nutzung beider Wege ohne zusätzliche Adapter oder ein Mischpult nicht ohne Weiteres möglich. Wer das Gerät also direkt in einer DAW aufnehmen und dabei parallel über Kopfhörer abhören möchte, sollte diese Besonderheit bei der Verkabelung im Hinterkopf behalten.

Das Gehäuse besticht durch eine hochwertige Aluminium-Front und ein minimalistisches Design, bei dem sämtliche Anschlüsse platzsparend auf dem Frontpanel untergebracht wurden. Behringer CZ-1 mini von hinten.
Das Gehäuse besticht durch eine hochwertige Aluminium-Front und ein minimalistisches Design, bei dem sämtliche Anschlüsse platzsparend auf dem Frontpanel untergebracht wurden.

Klangcharakter und Workflow

Das klangliche Fundament des Behringer CZ-1 mini bildet die Phase-Distortion-Synthese, die in den 80er-Jahren als Casios Antwort auf die FM-Synthese bekannt wurde. Mit insgesamt 12 Oszillatoren (inklusive Ring-Mod und Noise) und acht klassischen Wellenformen liefert der kleine Hybrid-Synth ein beeindruckendes Spektrum, das von schneidenden digitalen Leads bis hin zu glockigen Percussion-Sounds reicht. 

Eine Besonderheit im Vergleich zu den historischen Vorbildern ist das echte analoge 24-dB-Tiefpassfilter. Dieses erlaubt es, die typisch digitalen, teils unterkühlten Grundklänge mit analoger Wärme zu bändigen oder durch hohe Resonanzwerte aggressiv in den Vordergrund zu rücken. Die drei Stimmen sind dabei ideal für klassische Dreiklänge, fordern aber eine disziplinierte Spielweise, um die Polyphonie nicht vorzeitig zu erschöpfen.

Der Workflow am Gerät ist stark auf das kleine OLED-Display zugeschnitten. Es ist zwar recht klein, erfüllt aber seinen Zweck und bietet neben der grafischen Visualisierung der Wellenformen eine hilfreiche Orientierung, da Parameteränderungen sofort sichtbar werden. Um jedoch tiefer in das Sounddesign mit den verschiedenen Hüllkurven-Typen und zwei LFOs einzutauchen, muss man sich durch recht verwinkelte Untermenüs navigieren. Die "Function"-Taste dient dabei als zentrales Element. Einmal gedrückt, wird die Zweitbelegung der Bedienelemente und der Touch-Klaviatur aktiviert. Das ist nach einer gewissen Einarbeitungszeit funktional, bremst den kreativen Fluss bei komplexeren Schraubereien aber gelegentlich aus.

Ein wichtiger Punkt für Nutzer der alten Klassiker ist die volle SysEx-Kompatibilität zum originalen Casio CZ-101. Vorhandene Sound-Bibliotheken lassen sich so direkt auf den modernen Winzling übertragen und durch das analoge Filter neu interpretieren. So bietet der CZ-1 mini eine interessante hybride Spielwiese, die trotz der nötigen Menü-Arbeit sehr gezielte Eingriffe in die digitale Klangstruktur erlaubt.

Phase-Distortion im Detail

Das Herzstück des CZ-1 mini bilden zwei DCOs, die auf der klassischen Phase-Distortion-Synthese basieren. Jeder DCO kann zwei von insgesamt acht verfügbaren Wellenformen gleichzeitig generieren und ineinander verschachteln. Dabei bilden die ersten fünf Standard-Wellenformen (Saw, Square, Pulse, Double Sine und Saw-Pulse) das vertraute Fundament. Besonders spannend sind jedoch die "Resonanz"-Wellenformen (6–8): Da die Original-Geräte früher keine echten analogen Filter besaßen, imitierten diese Wellenformen den Klang eines Filters mit hoher Resonanz digital. Beim CZ-1 mini trifft dieses Erbe nun zusätzlich auf ein echtes analoges 24-dB-Lowpass-Filter. Diese Kombination bügelt die oft als "dünn" kritisierte digitale Kälte der 80er-Jahre aus und verleiht dem Sound ein cremiges, durchsetzungsfähiges Fundament.

Die Steuerung des Obertongehalts übernimmt das DCW (Digitally Controlled Waveguide). Während niedrige Werte nach einer dumpfen Sinuswelle klingen, verzerrt ein hohes DCW die Phase so stark, dass die gewählte Wellenform mit voller Schärfe hörbar wird. Zur Verschaltung der Lines stehen drei Modi bereit: Single (Line 1 / 2), Double (Line 1+2’) und Double-1 (Line 1+1’). Letzterer kopiert DCO 1 komplett, was theoretisch für fette Unison-Sounds sorgen sollte. Im Test offenbarte sich hier jedoch ein deutlicher Bug: Die Detune-Funktion zeigt im Double-1-Modus derzeit keinerlei Wirkung, was diesen Modus momentan fast nutzlos macht. Erst im regulären Double-Modus (Line 1+2’) greift das Detuning korrekt und erlaubt mit Parametern wie Polarity, Octave (bis zu 3 Oktaven), Note und Fine sehr präzise, schwebende Klanglandschaften.

Ein technisches Highlight sind die 8-stufigen Hüllkurven für Pitch (DCO), Phase (DCW) und Lautstärke (DCA). Jede Stufe lässt sich über "Level" (Zielwert) und "Rate" (Geschwindigkeit) extrem detailliert formen. Durch die Definition von Sustain- und End-Punkten innerhalb dieser acht Segmente entstehen organische Verläufe, die weit über herkömmliche ADSR-Modelle hinausgehen. Ergänzt wird dies durch die Key-Follow-Funktionen (KFO und KFR). Damit lässt sich steuern, dass hohe Töne automatisch weicher klingen (KFO im DCW) oder knackiger und kürzer ausklingen (KFR), genau wie bei einer gezupften Saite. Diese Optionen verleihen der digitalen Klangerzeugung eine erstaunlich musikalische und lebendige Dynamik.

Eine weitere klangliche Ebene wird durch die Ring-Modulation und den Noise-Generator eröffnet, die exklusiv für den zweiten DCO (Line 2) zur Verfügung stehen. Während Line 1 die tonale Basis bildet, kann Line 2 per Ring-Modulation mit dem ersten Oszillator multipliziert werden, was die für die CZ-Serie typischen metallischen und disharmonischen Glockenklänge erzeugt. Alternativ lässt sich DCO 2 komplett durch ein digitales Rauschen ersetzen. Da dieser Noise-Anteil ebenfalls die achtstufigen Hüllkurven durchläuft, lassen sich extrem präzise perkussive Elemente oder schmutzige Texturen dem sauberen Grundklang von Line 1 beimischen.

Die klar strukturierte Bedienoberfläche gewährt dank des Displays direkten Zugriff auf die zwei DCOs und das DCW.
Die klar strukturierte Bedienoberfläche gewährt dank des Displays direkten Zugriff auf die zwei DCOs und das DCW.

Die internen Modulationsmöglichkeiten zeigen sich bei den LFOs (Vibrato) hingegen recht traditionsbewusst: Diese sind fest der Tonhöhe der DCOs zugeordnet. Sie bieten zwar vier Wellenformen und ein nützliches Delay-Feature für einen verzögerten Einsatz des Effekts, können intern aber ausschließlich den Pitch modulieren.

Um diese starre interne Struktur zu durchbrechen, hilft jedoch der MIDI-Steuerungs-Trick: Da nahezu alle Parameter – von der Phasenverzerrung (DCW) bis hin zu den komplexen Hüllkurven-Stufen – auf MIDI-NRPN oder CC-Befehle reagieren, lassen sich Modulationen problemlos von einer externen DAW aus erzwingen. So kann man beispielsweise einen Software-LFO auf das DCW legen, was am Gerät selbst intern nicht vorgesehen ist, und so das klangliche Potenzial des Hybrid-Zwergs massiv erweitern.

Ab Werk ist der CZ-1 mini mit insgesamt 16 Preset-Plätzen ausgestattet, die bereits mit werkseitigen Sounds belegt sind. Diese orientieren sich eng an den Klassikern der 80er-Jahre und decken das typische Spektrum von drahtigen Synth-Bässen über markante Brass-Synths und weiche Pads bis hin zu schneidenden Leads ab. Die Sounds klingen solide und fangen den nostalgischen Charakter der Phase-Distortion-Ära gut ein, ohne dabei experimentelle Wagnisse einzugehen. Angesichts der kompakten Bauweise und des günstigen Preises ist die begrenzte Anzahl an Speicherplätzen verständlich, zumal die 16 Plätze alternativ auch komplett für eigene Soundkreationen genutzt werden können. Wer also tiefer in das Sounddesign einsteigt, wird die Werksbelegung vermutlich schnell durch eigene, hybride Patches ersetzen.

Effekte und Performance

Um dem Klangbild den letzten Schliff zu geben, verfügt der CZ-1 mini über einen integrierten Chorus-Effekt. Dieser orientiert sich klanglich an den klassischen analogen Breitmachern der 80er-Jahre und erfüllt seine Aufgabe mit Bravour: Er verleiht den teils statischen Phase-Distortion-Sounds die nötige Tiefe und Räumlichkeit. Die Intensität lässt sich über einen dedizierten Regler direkt auf der Frontplatte steuern.

Neben der digitalen Klangerzeugung verfügt der CZ-1 mini über einen analogen Chorus-Effekt sowie einen integrierten Arpeggiator und einen 16-Step-Sequencer.

Behringer CZ-1 mini von vorne oben.
Neben der digitalen Klangerzeugung verfügt der CZ-1 mini über einen analogen Chorus-Effekt sowie einen integrierten Arpeggiator und einen 16-Step-Sequencer.

Ergänzt wird die Performance-Sektion durch einen Arpeggiator, der als nützliche Zusatzfunktion das kreative Spiel unterstützt. Die Aktivierung erfordert zwar ein paar Menü-Schritte in den Systemeinstellungen, um zwischen Sequencer- und Arp-Modus zu wechseln, ist dann aber schnell über die "Play"-Taste einsatzbereit. Mit den klassischen Laufrichtungen (Up, Down, Up&Down) und der Tempo-Anpassung über den dedizierten Regler bietet er eine solide Basis, um Melodien und Bassläufe in Bewegung zu bringen. Auch wenn er funktional eher einfach gehalten ist, lädt er auf dem kompakten Gerät zum schnellen Experimentieren ein.

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Etwas mehr Einarbeitung verlangt der interne 16-Step-Sequencer. Eine gezielte Step-Programmierung fehlt hier leider völlig, wodurch Sequenzen zwingend in Echtzeit eingespielt werden müssen. Hier offenbart sich eine der größten Schwächen im Workflow, denn beim Echtzeit-Recording kommt es häufiger zu Fehl-Triggern, wodurch schnell ungewollte Noten-Dopplungen und ungenaue Timings entstehen können. In der Praxis führt der interne Sequencer daher leider zu mehr Frust als Inspiration. Wer präzises Sequencing oder komplexere Arpeggios benötigt, sollte den CZ-1 mini lieber als reines Soundmodul betrachten und ihn über eine externe DAW oder einen Hardware-Sequencer ansteuern.

Alternativen

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Fazit

Digitaler Retro-Charme im Westentaschenformat

Der Behringer CZ-1 mini ist eine gelungene Hommage an die Phase-Distortion-Ära der 80er-Jahre. Er schafft den Spagat zwischen dem speziellen, oft glockigen Digital-Charakter der CZ-Serie und der modernen Wärme eines echten analogen Filters. Trotz der kompakten Bauweise bietet er mit den 8-stufigen Hüllkurven und dem hybriden Signalweg eine klangliche Tiefe, die durchaus über das hinausgeht, was man von einem Gerät dieser Preisklasse erwarten würde.

Zwar muss man bei der Bedienung, insbesondere beim Sequencer und der Menüführung, einige Kompromisse eingehen, doch als kompaktes Soundmodul oder für Nostalgie-Fans, die den CZ-Sound in ihr modernes Setup integrieren wollen, bietet der CZ-1 mini ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gesamtwertung:
4,0 von 5,0
Qualität:  
4,0 von 5,0
Klang:  
3,5 von 5,0
Preis-Leistung:  
4,5 von 5,0

Pro

Authentischer Phase-Distortion-Sound der 80er
Echtes analoges 24-dB-Filter für mehr Wärme
Sehr komplexe 8-stufige Hüllkurven
Volle SysEx-Kompatibilität zu Original-Sounds des Casio CZ-101

Kontra

Umständlicher Sequencer-Workflow (kein Step-Edit)
Detune-Bug im Double-1-Modus (Line 1+1’)
Nur 16 Preset-Speicherplätze

Preis:

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Behringer.

Veröffentlicht in Tests und getaggt mit Behringer , Behringer CZ-1 mini Test , Behringer Mini Synth Serie , Casio CZ , Hybrid Synthesizer unter 100 Euro , Phase Distortion Synthesizer

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