Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick: Der wohl ungewöhnlichste Mixer des Jahres im Test
Foto: Teenage Engineering

Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick: Der wohl ungewöhnlichste Mixer des Jahres im Test

Tests. 9. Juni 2026 | 5,0 / 5,0

Geschrieben von:
Boris Alexander

Der EP-136 K.O. Sidekick ist ein Zweikanalmixer des schwedischen Herstellers Teenage Engineering. Wie alle Geräte dieses Anbieters ist er mit besonderen Funktionen und einem außergewöhnlichen Design versehen. Was auf den ersten Blick vielleicht wie Spielzeug aussieht, entpuppt sich beim näheren Hinsehen bzw. Ausprobieren als funktionale Wundertüte, die viel bietet und obendrein noch recht flexibel nutzbar ist. Schauen wir uns also an, was der Mixer im Lego-Look zu bieten hat.

Quick Facts

  • Zweikanal-Pocketmixer
  • Dreiband-Equalizer mit Compressor
  • Effekte mit dynamischer Steuerung
  • Integrierte Soundkarte
  • Für mobile DJing-/Live-Einsätze
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Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick
Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick
Kundenbewertung:
(6)

Teenage Engineering Sidekick Einordnung

Der K.O. Sidekick von Teenage Engineering war ursprünglich als ergänzender Mixer für den mobilen Sampler und Sequencer K.O. II gedacht. Dies ist bereits an der Optik der beiden Geräte erkennbar, die in den Farben Grau, Beige, Schwarz und Orange gehalten sind. Zudem ist der Mixer von der Bauform her mit den Modellen EP-1320 Medieval und EP-40 Riddim kompatibel. Nutzt man diese Geräte gemeinsam, lassen sie sich per spezieller Verbinder (EP Pegs) aneinanderheften.

Der zweikanalige K.O. Sidekick ist mit Maßen von 240 mm x 88 mm x 16 mm und einem Gewicht von 300 g sehr kompakt und kann somit quasi in einer Hosentasche transportiert werden. Das Gehäuse ist komplett aus Kunststoff gefertigt und recht gut verarbeitet. Die zwar klein ausgeführten, aber gut erreichbaren Bedienelemente haben nur wenig Spiel. Dank gummierter Füße verrutscht das Gerät auch auf einer glatten Unterlage nicht. Im Lieferumfang des "kleinen Schweden” befindet sich nur das Gerät selbst, der Preis liegt bei 189 Euro.

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Mehr Informationen

Was bieten die Kanalzüge des K.O. Sidekick?

Der K.O. Sidekick verfügt über zwei Kanalzüge mit dem kompletten Funktionsumfang klassischer Live-/DJ-Mixer. Hier finden sich Gain-Regler zur Anpassung des Pegelhubs, die zudem das Panning steuern und Zugriff auf einen Compressor bieten. Der Eingriff in die Frequenzen gelingt über Dreiband-EQs mit drei verschiedenen Konfigurationen (DJ, Studio, parametrisch).

Gemixt wird mit kleinen Kanalfadern. Auf einen Crossfader hat Teenage Engineering verzichtet, was meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung ist, da der K.O. Sidekick kein Battlemixer sein möchte. Die einzelnen Kanäle lassen sich per Cue-Taster vorhören und auch der Main-Mix kann per Tastenkombination in den Kopfhörerausgang geroutet werden.

Die Kanalsignale lassen sich individuell mit Effekten bearbeiten. Zur Auswahl stehen Filter, Delay, Tape (Bandmaschine), Looper und Tremolo. Ergänzend gibt es noch eine Dub-Siren. Die Effekte sind per Taster aktivierbar und können mittels Mod-Stick sowie einem gummierten Touchpad dynamisch kontrolliert werden. Dabei ist es auch möglich, feste Werte zu fixieren und auch Effektsequenzen lassen sich aufnehmen. Wer mag kombiniert zudem  mehrere Effekte parallel. 

Der K.O. Sidekick von Teenage Engineering bietet EQs, Kompressoren und Effekte

Sidekick  - Draufsicht
Der K.O. Sidekick von Teenage Engineering bietet EQs, Kompressoren und Effekteht

Welche Funktion hat das Display des K.O. Sidekick?

Das Display des K.O. Sidekick ist zwar klein, aber gestochen scharf. Es blendet wahlweise Cue- und Main-Pegelinformationen ein und zeigt aktivierte Cue- und Effektschaltungen an. Auch Parameteränderungen werden mit viel Liebe zum Detail angezeigt und der modifizierte Bereich wird grafisch eingeblendet. Gleiches gilt für die Effekte, die mit kleinen Animationen und Bedienhinweisen versehen sind, hier sind beispielsweise drehende Tonbänder oder eingefärbte Teile eines Kreises (Looper) zu sehen.  

Was bietet das Einstellungsmenü des K.O. Sidekick?

Der K.O. Sidekick ist mit einem Einstellungsmenü ausgestattet, das sich durch Drücken eines Tasters, der sich unter der Abdeckung des Batteriefachs im oberen Teil des Geräts befindet, erreichen lässt. 

Über das Menü können das Equalizermodell, die Displayhelligkeit sowie MIDI-Steuerungen, das USB-Parameter und das Routing des Eingangsignals ausgewählt werden. Zudem wird der Ladezustand der Batterien angezeigt.

Welche Anschlüsse hat der K.O. Sidekick?

Auf der Rückseite des K.O. Sidekick befinden sich die Anschlüsse, die allesamt in Form von 3,5-mm-Stereominiklinken ausgeführt sind, was dem begrenzten Platzangebot geschuldet ist. Es gibt zwei Eingänge zum Anschluss von EP-Geräten oder anderen Line-Quellen sowie einen Aux-Eingang.

Die Hauptausgangssignale werden ebenfalls über die kleinen Buchsen ausgegeben und auch der auf der Vorderseite platzierte Kopfhörerausgang hat das gleiche Format.

Zur Kommunikation mit einem Computer steht eine USB-C-Buchse zur Verfügung. Über diese lassen sich MIDI-Daten übertragen und die Class-Compliant-Soundkarte des Sidekick nutzen. Diese bietet acht Ein- und vier Ausgänge und arbeitet mit 48 kHz und 24 Bit.

Alle Anschlüsse sind aus Platzgründen als Miniklinken ausgeführt.

Sidekick  - Rückansicht
Alle Anschlüsse sind aus Platzgründen als Miniklinken ausgeführt.

Wie kann der K.O. Sidekick genutzt werden?

Der kleine Sidekick-Mixer von Teenage Engineering kann in verschiedenen Setups zum Einsatz kommen. Der Hersteller bietet daher verschiedene Bundles an. So gibt es beispielsweise das K.O. Sidekick Double- oder Triple-Pack, das mehrere Sidekicks enthält. Mit diesen lässt sich ein Mischpult mit zusätzlichen Kanälen zusammenstellen. Alternativ gibt es das Beatmakers- oder das Ultimate-K.O.-Pack mit einem oder zwei EP-133-K.O.-II-Modulen für ein mixbares Drumsetup.

Um Zuspieler, Verstärker oder Lautsprecher anschließen zu können, sollte man sich mit den entsprechenden Kabeln eindecken, denn aufgrund der durchgängig verbauten Miniklinkenbuchsen sind diese doch recht speziell. Teenage Engineering bietet hierzu eine Auswahl an Kabeln an. Natürlich können auch beliebige andere aus dem Fachhandel verwendet werden.

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Dank der flexiblen Spannungsversorgung kann der kompakte Mixer im Studioeinsatz mit einem Ladegerät oder einer Powerbank verwendet werden. Natürlich ist auch ein reiner Batteriebetrieb möglich. Wenn der Sidekick mit einem Computer, Smartphone oder Tablet verbunden ist, wird kein zusätzliches Netzteil benötigt. Somit ist auch ein landstromunabhängiger Betrieb an einem abgelegenen Ort mit akkubetriebenen Sequencern, Synths und passenden Speakern möglich.

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Wie gut funktioniert das Mixing mit dem K.O. Sidekick?

Für unseren Praxistest haben wir den K.O. Sidekick als DJ-Mixer genutzt und ihn in Kombination mit Traktor Pro auf einem MacBook sowie djay Pro auf einem iPad ausprobiert. In beiden Fällen tauchte das Gerät ohne Treiberinstallation als Soundkarte auf, und die Decks ließen sich auf die beiden Kanäle des Mixers routen.

Die Nutzung des Mixers ist weitgehend selbsterklärend. Das gut gemachte Online-Handbuch hilft, die Besonderheiten zu verstehen. Zwar sind die Bedienelemente recht klein, für ein Beatmixing funktionieren sie aber recht gut. Die Eingriffe in das Klangbild erfolgen mit den EQs auf praxisgerechte Weise.

Die Effekte machen besonders viel Spaß, da sie sich dank Synchronisierung passgenau einstreuen und per Touchpad und Mod-Stick steuern lassen. So kann man beispielsweise das Filter mit einer dynamischen Resonanzsteuerung und Rauschen kombinieren, Delayfahnen modellieren oder den Looper und das Tremolo steuern. Aufgenommene Effektsteuerungen, die als Sequenzen ablaufen, bieten zusätzliches kreatives Potenzial. 

Schade ist allerdings, dass sich die Effekte in den Kanalzügen nicht direkt vorhören lassen. Das Routing ist so gewählt, dass diese Signale nur im Hauptsignal hörbar sind.

Alternativen

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Fazit

Der Teenage Engineering Sidekick ist ein kompakter Zweikanalmixer für mobile DJ- oder Live-Sets, der uns sehr positiv überrascht hat. Das ungewöhnliche, fast schon unscheinbare Gerät bietet trotz geringem Platzbedarf einen sehr großen Funktionsumfang und neben Standards wie EQs und Fader auch Besonderheiten wie Kompressoren und Effekte.

Die Effekt lassen sich zudem auf sehr elegante Weise steuern, automatisieren und über das sehr gut ablesbare Display im Blick behalten. Eine flexible Spannungsversorgung über Batterien, ein USB-C-Ladegerät oder einen Stromspender in Form eine Computers, Smartphones etc. sorgt für zusätzliche Freiheitsgrade bei der Verwendung.

Der Sidekick kann dank interner Soundkarte mit einer DJ-Software kombiniert werden, aber auch mit den K.O.-Geräten des schwedischen Herstellers. Wer einen besonderen Mixer sucht und wenig Platz beim Aufstellen hat, sollte sich den Sidekick auf jeden Fall einmal anschauen.

Gesamtwertung:
4,0 von 5,0
Qualität:  
4,0 von 5,0
Klang:  
4,0 von 5,0
Preis-Leistung:  
4,0 von 5,0

Pro

Flexible Nutzung, dank Batteriebetrieb
Sehr gut ablesbares Display
Gute Kreativausstattung mit dynamischen Effekten
Verschiedene EQ-Modelle
Soundkarte integriert

Kontra

Spezielle Kabel nötig, da durchgehend Miniklinken
Effekt-Cueing nur im Mastersignal

Preis:

189.- Euro

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Teenage Engineering

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