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Sound of Frankfurt: Diese Mini-Doku zeigt, wie Techno am Main vom Underground zum Welterfolg wurde
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Sound of Frankfurt: Diese Mini-Doku zeigt, wie Techno am Main vom Underground zum Welterfolg wurde

News. 24. März 2026 | 4,9 / 5,0

Geschrieben von:
Christoph Benkeser

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Die Hessenschau hat eine Mini-Doku über den Sound of Frankfurt veröffentlicht. In "Der Anfang der elektronischen Musik in Frankfurt" erklärt unter anderem DJ und "Techno"-Erfinder Talla 2XLC, wie Techno damals die Main-Stadt zum Epizentrum einer weltweiten Bewegung gemacht haben soll. Der siebenminütige Film ist Teil der hr-Reihe zum 80. Geburtstag des Landes Hessen und lässt sich via YouTube streamen.

"Ich habe 1982 das Wort Techno von Technologie abgeleitet", stellt Talla 2XLC gleich zu Beginn klar. Was als Ordnungssystem im Plattenladen begann, sei zur Blaupause für eine ganze Szene geworden. Am 2. Dezember 1984 gründete der DJ im Frankfurter Club No Name den legendären "Technoclub". Über 300 Menschen seien allein durch Mundpropaganda gekommen. Wenig später legte er im Dorian Gray am Frankfurter Flughafen auf, wo wegen der besonderen Lage auf dem Flughafengelände auch nach der Sperrstunde gefeiert werden durfte.

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Wafa Tomalla, Tallas Frau und Managerin von Talla 2XLC, erinnert sich in der Doku an die Aufbruchstimmung jener Jahre: Wer den neuen Sound hören wollte, fuhr damals in Kolonnen Richtung Frankfurt. Ohne festes Ziel, aber mit dem Wissen, dass die Nacht dort unvergesslich werden würde.

Frankfurt als Techno-Labor

Auch Alex Azary, Mitbegründer des Techno-Museums MOMEM in Frankfurt, kommt in der Mini-Doku zu Wort. Für ihn ist Techno keine Erfindung, sondern eine Entwicklung – das Ergebnis eines internationalen Austauschs, bei dem Frankfurt eine Schlüsselrolle spielte. Zehntausende feierten in den Hochzeiten jedes Wochenende in Frankfurter Clubs wie dem Omen oder dem Dorian Gray. Als das Omen 1989 öffnete, kamen Fans aus ganz Deutschland.

Dass Berlin Frankfurt als sogenannte Techno-Hauptstadt später ablöste, sei auch an den schlichten Platzverhältnissen gelegen. Während in der Hauptstadt nach dem Mauerfall leere Industriehallen auf Raver warteten, fehlte es im dicht bebauten Frankfurt an Raum. Das Omen schloss 1998, das Dorian Gray Ende 2000.

Die Clubs sind weg, der Sound lebt weiter

"Der Anfang der elektronischen Musik in Frankfurt" soll eine Erinnerung daran sein, dass der Sound of Frankfurt mehr war als ein lokales Phänomen. Er hat die globale Musikkultur mitgeprägt, auch wenn die großen Clubs längst Geschichte sind. Die Kurz-Doku lässt sich ab sofort in der hr-Mediathek und auf YouTube streamen.

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