NAMM 2026: ASM Leviasynth – ein hybrides Sounddesign-Ungeheuer

NAMM 2026: ASM Leviasynth – ein hybrides Sounddesign-Ungeheuer

namm. 19. Januar 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Simon Ackers

Ashun Sound Machines, kurz ASM, haben mit dem Leviasynth einen neuen Synthesizer im Desktop-Format vorgestellt. Dabei greifen sie auf bekannte Strukturen des Hydrasynths zurück und stellt auf der NAMM 2026 im wahrsten Sinne des Wortes ein Sounddesign-Ungeheuer vor.

Das kosmische Seeungeheuer, der Leviathan. Wenn man seinen Synthesizer so nennt, muss auch einiges an Power unter der Haube sein. Dass man davon bei ASM ausgehen kann, haben wir aber bereits seit dem Hydrasynth gelernt, der ebenfalls ein Seeungeheuer ist. Der Wavetable Synthesizer aus 2021 war ein voller Erfolg und schnitt in unserem Test ebenfalls sehr gut ab. Der Leviathan guckt sich einiges von seinem Vorgänger ab, geht in seiner Klanggestaltung aber eigene Wege.

ASM Leviasynth: Unzählige Kombinations- und Soundmöglichkeiten

Der Leviasynth ist ein hybrider Synthesizer mit 16 Stimmen und jeweils acht Oszillatoren pro Stimme. Die Stimmen können entweder im Single Mode alle in einem Patch oder als Multi Mode in zwei Layern oder aufgesplittet gespielt werden. Das ist ein Konzept, dass ASM bereits im Hydra optimiert hat. Statt Wavetable gibt es beim Leviathan aber Algorithmen und davon gleich 144 die von Haus aus kommen. Das heißt, dass die Oszillatoren in Algorithmen angeordnet werden und dadurch unzählige Möglichkeiten entstehen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Und weil das nicht reicht, gibt es noch den Algorithm-Morph für noch mehr Klanggestaltung.

Damit kommen wir zu den Modulationsmöglichkeiten, die es ebenfalls in sich haben. Jeder Oszillator verfügt über eine eigene Lautstärke-Hüllkurve und jede Stimme bekommt zusätzlich nochmal 5 weitere Hüllkurven und 5 LFOs mit zahlreichen Wellenformen, die alle in der 32-Slot Matrix geroutet werden können. Im Filterbereich kommt der hybride Aspekt zum Einsatz. Der digitale Multimode-Filter verfügt über 18 verschiedene Modi, wie wir es bereits vom Hydra kennen und wird mit einem anlogen 4-pole Lowpass kombiniert. Das ist neu im Gegensatz zum Vorgänger. Das dürfte dem Klang nochmal, dank Pre-Drive-Sättigung, etwas mehr Power geben.

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Außerdem verfügt der Leviathan über eine Efffektsektion (die uns beim Hydrasynth schon besonders gefallen hat), die aus 9 Insert-Effekten (zwei davon kann man pro Patch nutzen), 5 Reverbs und 4 Delays besteht. Abgerundet wird das Konzept durch einen dreispurigen Sequencer, der sowohl Noten als auch Automationen aufzeichnet und einem Arpeggiator mit einer sogenannten Entropy-Funktion. Was es damit auf sich hat erfahren wir hoffentlich genauer bei der NAMM. Ach, und natürlich kommt das ganze Paket mit polyphonem Aftertouch, einem mehrfarbigen Bildschirm für das Menudiving, Anschlagsdynamik und MPE.

Der ASM Leviasynth kostet 3299,- mit Keyboard und 2399,- Euro als Desktop-Version. Beide sollen schon in wenigen Wochen verfügbar sein. Weitere Informationen findet ihr hier.

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