Dem in Wien lebenden Produzenten und DJ Demuja ist während eines Sets der USB-Stick geklaut worden. Auf dem Stick lagen Tausende Tracks und der Großteil seiner unveröffentlichten Musik.
Der aus Salzburg stammende Künstler machte den Diebstahl auf Instagram öffentlich. Bei einem Gig im Wiener Club Praterstrasse habe jemand den Stick aus dem Player gezogen, schreibt Demuja. Für eine Weile sei es im Raum still geworden. Noch immer könne er es "kaum glauben". Die Sammlung habe er über Jahre aufgebaut, sie habe entsprechend viel Geld gekostet. Dass nun auch seine unveröffentlichten Stücke bei einer fremden Person liegen, wiegt für ihn zusätzlich schwer. Dem Dieb wünscht er, dass das "Karma zuschlägt".
In einem weiteren Beitrag stellte Demuja klar, dass der oder die Dieb:in nicht hinter dem DJ-Pult, sondern im Publikum gestanden haben muss. Ersatzsticks habe er bei Gigs ohnehin dabei, eine Sicherung liege außerdem zu Hause. Darum gehe es aber gar nicht, so der Producer. Auch die 50 Euro für den Stick seien ihm egal. Ihn störe eher das "Verhalten mancher Leute".
Dass bei Demuja viel Unveröffentlichtes herumliegt, ist kein Geheimnis. Rund 400 fertige Tracks hat er nach eigener Aussage auf der Festplatte, vieles davon kippt er regelmäßig auf seine Bandcamp-Page. Dazu kommen Veröffentlichungen auf Labels wie Permanent Vacation, Chiwax und Peach Discs. Wie viel davon auf dem gestohlenen Stick lag, schreibt er nicht.
Solidarität aus der Szene
Unter dem Post meldeten sich Kolleg:innen wie Patrick Pulsinger, Radio Slave und Move D mit solidarischen Worten. Honey Dijon schrieb, viele könnten "kaum ermessen, wie tief so ein Verlust gehe, weil die eigene Musiksammlung eine "Verlängerung der eigenen Person" sei. Demuja selbst will trotz allem bei der positiven Seite bleiben. 99 Prozent der Menschen verstünden, dass Clubkultur von Gemeinschaft, Liebe und geteilten Momenten lebe, die Community sei "stark".
Ein Einzelfall ist der Klau jedenfalls nicht. Loco Dice wurden im Oktober 2025 Festplatte und USB-Stick aus der Booth gestohlen. DJ Hell wurde im Juni 2025 ebenfalls Opfer eines Diebstahls und sagte seinen Gig ab. Bei Superstar Beyoncé verschwanden im Juli 2025 fünf Laufwerke aus dem Mietwagen ihres Choreografen. Laut Polizeibericht enthielten sie unveröffentlichte Songs und Setlists, gegen einen Verdächtigen liegt ein Haftbefehl vor. Glimpflicher endete es im April 2025 bei Kruder & Dorfmeister: Ihr in Barcelona aufgebrochener Tour-Van ließ sich dank AirTags orten, das meiste Equipment tauchte wieder auf.