Das Plugin "Pentaphonic” von Cherry Audio ist eine Nachbildung des "Gleeman Pentaphonic” aus dem Jahr 1981. Es bietet drei Oszillatoren pro Stimme, Polyphonie sowie eine hybride Architektur und zahlreiche Erweiterungen.
Cherry Audio ist bekannt ist für Nachbildungen klassischer Synthesizer, etwa CA2600 (ARP 2600), DCO-106 (Juno-106), Polymode (Polymoog), Memorymode (Memorymoog) und Ensoniq ESQ-1.
Cherry Audio Pentaphonic bringt Gleeman Pentaphonic als Plugin
Der Gleeman Pentaphonic wurde 1981 von den Brüdern Bob und Al Gleeman in einer Garage im Silicon Valley entwickelt, aber wohl weniger als 70-mal gebaut. Das fünfstimmige Gerät arbeitet mit digital gesteuerten Oszillatoren, die von zwei Intel-Mikroprozessoren kontrolliert werden, sowie mit analogen Curtis-CEM-3320-Filtern. Die erste Version steckte in einem schwarzen Gehäuse mit integriertem Griff und eingebautem Lautsprecher und wog etwa acht Kilogramm. Später folgte der Pentaphonic Clear mit Acrylgehäuse, Plexiglas-Knöpfen und optionaler Beleuchtung. Mit dem Aufkommen digitaler Synthesizer Mitte der 1980er Jahre wurde die Produktion eingestellt.
Zu den bekannten Nutzern des Originals zählen laut Hersteller Oscar Peterson, Martin Gore von Depeche Mode, die Band Kansas, The Moog Cookbook und R.E.M.
Das Plugin bildet die Architektur des Originals nach und erweitert sie. Neben bis zu 16 Stimmen verfügt es über einen Unison-Modus, Pulsweitenmodulation, einen Rauschgenerator, Oszillator-Sync und einen zusätzlichen LFO. Beide LFOs bieten die acht originalen Wellenformen. Das Filter verfügt über einen 2-Pol-Modus und Keytracking. Hinzu kommen ein Limiter, Velocity, Channel- und polyphoner Aftertouch sowie 14 modulierbare Parameter. Der synchronisierbare Arpeggiator und der polyphone 16x4-Step-Sequencer bieten Humanize-Optionen, 22 Effekte gibt es on Top.

Drei Oberflächendesigns orientieren sich an den Ausführungen des Vorbilds, wobei sich die transparenten Varianten sich in der Deckkraft anpassen lassen. Parallel dazu erscheint das Translucent Preset Pack mit 100 zusätzlichen Presets in acht Kategorien.

Das Pentaphonic-Plugin läuft unter macOS ab 10.13 und Windows ab 7 als AU, VST, VST3, AAX und Standalone.
Weitere Informationen finden sich auf de Hersteller-Website.
