BMG und Concord: Kartellbehörden in Deutschland und den USA genehmigen Fusion
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BMG und Concord: Kartellbehörden in Deutschland und den USA genehmigen Fusion

News. 18. Juni 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Boris Alexander

Die geplante Fusion von BMG und Concord hat die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden in Deutschland und den USA erhalten. Damit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Bildung eines der größten Musikunternehmen der Welt getan.

Das Bundeskartellamt hatte die Fusion bereits am 12. Juni offiziell freigegeben. Wie Bertelsmann am Mittwoch mitteilte, haben nun auch die US-Wettbewerbsbehörden dem geplanten Zusammenschluss der Musiksparte BMG mit dem Konkurrenten Concord zugestimmt. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, erklärte, durch die Fusion werde eines der größten Musikunternehmen der Welt entstehen und Bertelsmanns Position werde gestärkt. Trotz der erheblichen Größenordnung könne die Fusion freigegeben werden, da das Gemeinschaftsunternehmen weiterhin Wettbewerb durch deutlich größere Konzerne wie Universal Music, Sony Music und Warner Music ausgesetzt sei.

Kartellbehörden in Deutschland und den USA genehmigen Fusion

Sowohl BMG als auch Concord zählen zu den größten unabhängigen Musikunternehmen. Während BMG mit Künstlern wie Bruno Mars und Kylie Minogue zusammenarbeitet, ist Concord für Aufnahmen von Creedence Clearwater Revival, Miles Davis und R.E.M. bekannt. Im Rahmen der Transaktion erhält Bertelsmann eine 67-prozentige Beteiligung am vergrößerten Unternehmen, während die Concord-Anteilseigner 33 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 1,16 Milliarden US-Dollar erhalten.

Weitere behördliche Genehmigungen in anderen Ländern stehen noch aus. Bertelsmann geht jedoch weiterhin davon aus, dass die Transaktion im vierten Quartal 2026 abgeschlossen wird, so das Unternehmen. Die neue Gesellschaft soll künftig unter dem Namen BMG firmieren und einen globalen Hauptsitz in Nashville sowie eine Europazentrale in Berlin haben.

Ich denke, die Fusion von BMG und Concord sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen sind nicht ganz leicht abzuleiten. Einerseits betonen die Unternehmen, dass die neue Gesellschaft durch ihre Größe unabhängiger agieren und stärker in Künstlerentwicklung, Technologie und KI investieren könne. Andererseits besteht die Gefahr von Katalogkürzungen und weniger Raum für Nachwuchsförderung. Ob die "neue" BMG tatsächlich stärker auf den langfristigen Aufbau von Künstlern setzt oder vor allem bestehende Rechte verwaltet, wird sich nach dem für das vierte Quartal 2026 erwarteten Abschluss der Fusion zeigen.

Weitere Informationen finden sich auf der Website von Bertelsmann.

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