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Neue Plattform für DJs und Producer: Beatport startet "Greenroom" für Künstler und Labels

Neue Plattform für DJs und Producer: Beatport startet "Greenroom" für Künstler und Labels

News. 30. Juni 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Christoph Gleich

Beatport launcht mit "Greenroom" ein zentrales Dashboard für Chartdaten, DJ-Downloads, Profilmanagement und Ticketing.

Beatport, seit 2004 die wichtigste Download-Plattform für DJs, bekommt ein Update. Mit "Greenroom for Artists & Labels" können Künstler:innen und Labels erstmals ihre Tracks und Veröffentlichungen analysieren. Außerdem Teil von "Greenroom": Profilmanagement-Tools und direktes Ticketing an einem Ort.

Künstler:innen wie Labels können damit ab sofort ihren Beatport-Auftritt selbst verwalten, Chartpositionen und DJ-Downloads in Echtzeit einsehen, mehrere Team-Mitglieder mit verifizierten Zugängen hinterlegen. Dazu lässt sich die Profilseite direkt mit Beatport-Tickets-Events verknüpfen, sodass Fans beim Stöbern im Katalog gleich Tickets für den nächsten Gig kaufen können. Kurz: Die Infrastruktur, die Labels und Management-Teams bisher mühsam über Umwege zusammenflicken mussten, soll nun in einem Dashboard aufgehen.

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Das klingt erstmal nach einem internen Verwaltungsupdate, trifft aber einen wunden Punkt, der in der Branche seit Jahren diskutiert wird: Wie erreicht man DJs als Zielgruppe? Und wie misst man diesen Kontakt? DJs seien laut Beatport keine klassischen Konsument:innen, sondern Multiplikator:innen. Wer es in eine Heavy-Rotation eines gut vernetzten Residents schafft, erreicht mehr Leute. Eine "Dynamik", die für Labels und Booking-Teams bisher kaum greifbar gewesen war, so Beatport. "Greenroom" soll deshalb unter anderem sichtbar machen, welche DJs die Tracks herunterladen.

Beatport folgt dem Trend

So könne man ein "einzigartiges Publikum von aufmerksamen Zuhören und Trendsettern" erreichen, sagt Beatport-Vertriebsleiter Alex Branson. Schließlich sei der DJ-Markt für klassische Marketing-Kennzahlen ein blinder Fleck geblieben. Plattformen wie Spotify oder Apple Music liefern zwar Streaming-Zahlen, aber kein Äquivalent für das, was auf Beatport passiert: intentionales Kaufverhalten von Menschen, die Musik professionell einsetzen.

Beatport folgt mit dem Launch von "Greenroom" einem brancheninternen Trend. Die großen Musikplattformen bauen seit einigen Jahren ihre Creator-seitigen Tools aus. Neben Spotify for Artists, SoundCloud for Artists, DistroKid-Dashboards zieht Beatport innerhalb der DJ-Ökonomie nach. Dass die Plattform dabei auch Demo-Management via LabelRadar, Distribution, Royalty-Accounting und Publishing-Rechte unter dem "Greenroom"-Dach bündelt, zeigt den Anspruch. Man wolle keine Nischenfunktion anbieten, vielmehr handle es sich bei "Greenroom" um ein vollständiges Label-Betriebssystem, so Branson.

Die Plattform steht ab sofort unter greenroom.beatport.com zur Verfügung, bestehende Accounts können ihr Profil dort beanspruchen.

Foto: Jose Gil auf Unsplash

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