ATOV Faderpunk: Vom MIDI-Controller zur modularen Steuerzentrale
Foto: ATOV

ATOV Faderpunk: Vom MIDI-Controller zur modularen Steuerzentrale

News. 13. Oktober 2026 | 4,7 / 5,0

Geschrieben von:
Boris Alexander

Der ATOV Faderpunk ist ein Controller mit 16 Fadern, der MIDI- und Spannungssignale ausgibt. Er lässt sich mittels Apps unter anderem als LFO, Sequencer, Quantizer oder Hüllkurve verwenden. Das Gerät kann als 56-HP-Eurorack-Modul oder im Standalone-Gehäuse genutzt werden und läuft mit Open-Source-Firmware.

ATOV ist ein Berliner Hersteller von Synthesizer-Modulen und Controllern, der seit 2019 auf dem Markt vertreten ist. Neben dem Neuzugang "Faderpunk” bietet das Unternehmen Geräte wie lx-euclid, cDVCA, cLFO, MMx2, DHO und Gaeto an.

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ATOV Faderpunk - MIDI-Controller

Der ATOV Faderpunk verfügt über 16 Kanäle mit jeweils einem 60-mm-ALPS-Fader, einem mechanischen RGB-Taster und einer CV-Buchse, die als Ein- oder Ausgang mit 0 bis 5 V, 0 bis 10 V oder ±5 V arbeitet. Hinzu kommen drei zusätzliche CV-Buchsen, die ebenfalls als Ein- oder Ausgang konfigurierbar sind, sowie Shift- und Scene-Taster. Insgesamt lassen sich 16 Scenes speichern. Zur Kombination mit anderen Geräten stehen USB (für Stromversorgung und MIDI), ein MIDI-Eingang, zwei MIDI-Ausgänge in 3,5-mm-TRS-Ausführung und I2C bereit. Das Gerät misst 28,5 x 14 x 7,5 cm (B x T x H). Im Lieferumfang sind zwei Adapter von 3,5 mm auf MIDI-DIN, ein USB-C-Kabel, ein Eurorack-Stromkabel sowie (lustige) Sticker zur Beschriftung enthalten.

Foto: ATOV

Eine Besonderheit ist, dass sich der ATOV Faderpunk mittels Apps konfigurieren lässt. Dabei können bis zu 16 Apps gleichzeitig ausgeführt werden, wobei eine App einen oder mehrere Kanäle belegt. Laut Hersteller umfasst das Angebot unter anderem LFOs, CV-zu-MIDI-Converter und MIDI-zu-CV-Brücken, Zufallsgeneratoren, Turing Machines, Quantizer, Sequencer, Hüllkurven und Rhythmusgeneratoren. Die Konfiguration erfolgt per USB über ein Tool am Computer.

Da sowohl die Firmware als auch die API offen sind, gibt es auch Apps von Usern und anderen Anbietern. Ein Beispiel ist FP-Grids, eine Umsetzung des Drum-Sequencers "Grids” von Mutable Instruments, die mit der Firmware-Version 1.9 hinzugefügt wurde. Mit der Firmware 1.10 kamen on Top noch die Apps TB-3PO (Acid-Pattern-Generator), GenSequencer (generativer Sequencer), Automator (CV-Gesten-Looper) und Buchla 1.2V/Oct dazu.

ATOV PunkBus - Breakout

Als Ergänzung für den Faderpunk gibt es das Eurorack-Breakout-Modul PunkBus mit 8 HP und einer Tiefe von 12 mm. Es führt alle 19 Buchsen des Faderpunk über ein einzelnes Micro-HDMI-auf-HDMI-Kabel ins Rack.

Foto: ATOV

Zwei PunkBus-Module lassen sich auch als Multicore-Verbindung zwischen zwei Eurorack-Gehäusen einsetzen. Dafür wird ein HDMI-2.0-Kabel benötigt. Das Modul arbeitet passiv und benötigt keine Stromversorgung. Über den HDMI-Anschluss werden CV- und Gate-Signale, jedoch keine Videosignale übertragen.

Weitere Informationen finden sich auf der Hersteller-Website.

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