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Anukari: Der außergewöhnlichste Synthesizer-Ansatz der letzten Jahre ist fertig
© Anukari

Anukari: Der außergewöhnlichste Synthesizer-Ansatz der letzten Jahre ist fertig

News. 24. Juni 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Boris Alexander

Anukari Music hat die finale Version 1.0 seines 3D-Physik-Synthesizers "Anukari” veröffentlicht. Anstelle von Oszillatoren und Filtern simuliert Anukari in Echtzeit ein physikalisches System aus Massen, Federn und weiteren Objekten im dreidimensionalen Raum.

Hinter dem Projekt steht Evan Mezeske, der elf Jahre lang als Softwareingenieur bei Google arbeitete, gegen Ende 2022 jedoch zunehmend nach einer Veränderung suchte. Beim Aufschreiben erster Ideen für Anukari merkte er, dass ihm die Arbeit daran mehr Freude bereitete als sein eigentlicher Job. Was als Idee begann, wuchs sich zu einer über dreijährigen Entwicklungsarbeit aus. Die erste öffentliche Beta erschien im April 2025, seither wurde die Engine grundlegend überarbeitet: Ursprünglich lief die Physiksimulation auf der GPU, inzwischen sorgt eine eigens entwickelte CPU-SIMD-Engine dafür, dass Anukari auch auf einfacher Hardware stabil und zuverlässig läuft.

Anukari: Der außergewöhnliche Synthesizer-Ansatz

Das Besondere an Anukari zeigt sich bereits im Spielprinzip. Man baut Klangkörper aus Kugeln und Federn, triggert sie per MIDI mit Schlegeln, Plektren oder Bogenanregung und hört dabei live zu, wie Mikrofone das Ergebnis einfangen. Bögen arbeiten mit negativer Rückkopplung, um anhaltende harmonische Klänge zu erzeugen, die sich auch hervorragend für flötenartige Texturen eignen. Mikrofone können über Delay-Lines in die Physik zurückgekoppelt werden, was eine Spielwiese für Feedback-Klänge eröffnet, die mit klassischer Synthese kaum erreichbar ist. Volle MPE-Unterstützung und eine Echtzeit-3D-Visualisierung der Simulation runden das ungewöhnliche Konzept ab.

© Anukari

Das Ganze ist etwas schwierig in Worte zu fassen. Daher mein Tipp: Seht euch das verlinkte Video an.

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Mehr Informationen

Anukari 1.0 ist als VST3-, AU- und AAX-Plugin sowie als Standalone-Version für Windows und macOS erhältlich. Mezeske betont, dass die Arbeit damit nicht beendet ist, sondern aus seiner Sicht eigentlich erst richtig beginnt, mit Linux-Unterstützung als nächster Priorität.

Aktuell erhaltet ihr das Plug-in zum Einführungspreis von ca. 108 US-Dollar. Regulär kostet es 50 US-Dollar mehr. Weitere Informationen und eine Bezugsmöglichkeit findet ihr auf der Website des Herstellers.

Veröffentlicht in News und getaggt mit Anukari , Physik-Synthesizer , Plugin , Producing , Sounddesign

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