Nach der Insolvenz im Januar 2026 hat Native Instruments einen Käufer gefunden: inMusic, das Konglomerat hinter Akai, Moog und Denon DJ, übernimmt den Berliner Musiktech-Riesen.
Es ist eine der größten Nachrichten der Musiktech-Branche seit Jahren: InMusic, das US-amerikanische Konglomerat hinter Akai Professional, Moog Music, Denon DJ und Numark, hat die Übernahme von Native Instruments bekannt gegeben. Der Abschluss soll in den kommenden Wochen erfolgen.
inMusic übernimmt Native Instruments: Neustart nach Insolvenz
Der Deal markiert das Ende einer turbulenten Phase für das Berliner Unternehmen. Am 27. Januar 2026 hatte die Native Instruments GmbH vorläufige Insolvenz angemeldet. Branchenbeobachter beschreiben NI als jüngstes Beispiel eines Unternehmens, das nach einer Übernahme durch den Investor Francisco Partners in Schwierigkeiten geriet: Die Umsätze sanken, während sich Verluste in dreistelliger Millionenhöhe aufbauten und hohe Schulden zur Rückzahlung anstanden. Seitdem befand sich das Unternehmen in einem aktiven M&A-Prozess mit mehreren Interessenten aus der Audio- und Technologiebranche. Nun hat sich inMusic durchgesetzt.
Trotz der Krise ist das Portfolio, das NI mitbringt, beeindruckend: Kontakt, die meistgenutzte Sampler-Plattform der Welt, die DJ-Software Traktor sowie die Marken iZotope, Plugin Alliance und Brainworx. Hinzu kommt eine Community von über 25 Millionen registrierten Usern weltweit.
Für inMusic ist das keine neue Situation. Das Unternehmen hat bereits in der Vergangenheit angeschlagene Marken wie Denon DJ, Rane und M-Audio übernommen und stabilisiert. Die Integration in das bestehende Portfolio verlief in allen Fällen ohne größere Einschnitte für Bestandskunden.
Die Übernahme basiert auf einer bereits bestehenden Kooperation. Bereits 2025 hatten beide Unternehmen die NKS-Integration für Akais MPK-Controller und M-Audios Oxygen-Keyboards sowie Native-Instruments-Sounds für die MPC-Plattform angekündigt.
inMusic-CEO Jack O'Donnell betonte, dass alle Marken und Produktlinien weitergeführt werden sollen. NI-CEO Nick Williams sprach von einem Partner, dessen Überzeugungen mit denen von Native Instruments übereinstimmen. Details zu konkreten Integrationsplänen sollen folgen, sobald der Prozess weiter fortgeschritten ist. Bis dahin gilt offiziell: Business as usual.
Doch schon jetzt drängen sich einige Fragen auf: Wie wird es mit sich überschneidenden Produkten weitergehen. Wird der Hersteller der MPC auch die Maschine weiterentwickeln?
Wir bleiben für euch dran: Stay tuned!